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Gotteswort

13. September 2017


Mittwoch der 23. Woche im Jahreskreis

Der Apfel fällt nicht weit vom Baum. Besucher, besonders Frauen, entdecken bei einem Säugling rasch die Züge eines Elternteils oder eines Blutsverwandten. Die erste Lesung spricht heute von einer Art geistlicher Blutsverwandtschaft mit Christus, dessen Züge sich in unserem Verhalten abbilden sollten. Das Evangelium spricht ebenfalls von der Lebensform der Jünger Christi.

Hl. Johannes Chrysostomus (G)

Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

Johannes Chrysostomus, ein grosser Bischof und Prediger, wurde auf den schweren Weg ins Exil gezwungen und starb unterwegs an Erschöpfung. Gott lässt uns unseren Weg in Freiheit gehen. Diese Freiheit sollte zu einem inneren „Ja“ führen. Wir empfehlen unseren Weg der Barmherzigkeit Gottes.

Kyrie

Christus, Du hast Menschen selig gepriesen, die deinen Weg gehen. Herr, erbarme dich.
Du führst in das neue Leben in der Welt Gottes. Christus, erbarme dich.
Du selbst bist in der Welt Gottes unser Lohn. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Stärke aller, die auf dich vertrauen. Du hast dem heiligen Johannes Chrysostomus die Gabe der Rede geschenkt und ihm in den Bedrängnissen seines Lebens geholfen. Belehre uns durch sein Wort und ermutige uns durch sein Vorbild. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Kol 3,1–11

Der alte und der neue Mensch

Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist. All das zieht den Zorn Gottes nach sich. Früher seid auch ihr darin gefangen gewesen und habt euer Leben davon beherrschen lassen. Jetzt aber sollt ihr das alles ablegen: Zorn, Wut und Bosheit; auch Lästerungen und Zoten sollen nicht mehr über eure Lippen kommen. Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.

Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

Einbezogen in das Christusgeheimnis

Christen sind durch die Taufe geprägt, also durch die Einbeziehung in das Christusgeheimnis von Tod und Auferstehung. Es gilt, entsprechend zu leben, als mit Christus vom Tod zum Leben Auferstandene. Konkret sollen sich Getaufte bewusst sein, dass ihr eigentliches Leben wesentlich „von oben“ zu empfangen ist. Es ist aus Kräften zu führen, die das eigene Vermögen übersteigen. So wird das natürliche Leben nach dem Bild des Schöpfers erneuert und wird die Züge Christi aufweisen. Diese neue Lebensform bedeutet eine Abkehr von einem gottlosen Lebensstil, bedeutet aber auch eine tiefe Verbundenheit mit andern auf Christus Getauften, wer immer sie sind. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 145, 2–3.10-13


R: Der Herr ist gütig zu allen.


Ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
Gross ist der Herr und hoch zu loben,
seine Grösse ist unerforschlich.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen
von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Sie sollen den Menschen
deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft
währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Freut euch und jubelt,! Euer Lohn im Himmel wird gross sein. Halleluja.

Evangelium

Lk 6,20–26

Seligpreisungen und Weherufe

Jesus richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte:
Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden.
Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschliessen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird gross sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht

Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.
Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern.
Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.
Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Die Seligpreisungen in einer „Feldrede“

Jesus hatte in kurzen, prophetischen Sätzen das Kommen des Heils angekündigt in einem Reich, das einem „demütigen und armen Volk“ geschenkt werden soll (Zefania, Jesaia). Mattäus hat die Worte Jesu in der „Bergpredigt“ im Hinblick auf die sittliche Vertiefung der Gläubigen wiedergegeben, wobei er eine neue „Gerechtigkeit“ und die „Armut im Geist“ hervorhebt. Lukas formuliert eine in der „Ebene“ gehaltene „Feldrede“ an alle Jünger. Im Sinn der Lehren Jesu über die Armut und die Verwendung des Reichtums handelt Lukas von den wirklich Armen. Die Seligpreisungen und Wehrufe zeigen, dass diese Armen, aus deren Kreis Jesus selber stammt, sich auf eine Umkehr aller Verhältnisse freuen dürfen, auch wenn sie jetzt noch verstossen sind. Der Wandel der Verhältnisse soll mit dem Kommen Jesu beginnen. Er preist also die Zuhörer selig, nicht weil Mittellosigkeit oder Verfolgung wünschbar wären, sondern weil sie auf seiner Seite stehen

Fürbitten

Wir wollen zu Jesus Christus beten, der die Menschen mit Vollmacht lehrte:

  • Gib den Verkündern der frohen Botschaft die Überzeugungskraft …
  • Schenke Behörden und Richtern die Fähigkeit, gerecht zu urteilen und zu entscheiden.
  • Sei die Zuflucht aller, die ungerecht leiden müssen.
  • Hilf unserer Gemeinschaft, mit aufrichtigem Herzen an deinem Wort festzuhalten.

Herr, unser Gott, du hast durch die Predigt des heiligen Johannes Chrysostomus den Glanz deiner Herrlichkeit aufleuchten lassen. Gib, dass wir auf seine Fürbitte zu dir gelangen, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr unser Gott, in deinem Wort und Sakrament gibst du uns Nahrung und Leben. Lass uns durch diese grossen Gaben in der Liebe wachsen und zur ewigen Gemeinschaft mit deinem Sohn gelangen, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.