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Gotteswort

16. April 2018


Montag der 3. Osterwoche

Viele Menschen erklären, sie seien auf der Suche. Aber wie ernst oder authentisch ist das gemeint? Die Apostelgeschichte spricht von Personen, die eine panische Angst haben vor jeder Infragestellung ihrer Gewohnheiten. Sie suchen nur zu bremsen. Im Evangelium begegnet eine Menge, die auf der Suche ist nach einem „event“. Jesus aber will mehr. Es genügt nicht, seinen Namen auf die Lippen zu nehmen. Es ist zwar gut, Schritte zu wagen, doch der Weg sollte zum Glauben führen, nicht nur zu billiger Begeisterung oder Sensation.

Kyrie

Christus, du bist der Menschensohn, den der Vater gesandt hat. Herr, erbarme dich.
Gott, der Vater, hat dich zu seiner Rechten erhoben. Christus, erbarme dich.
Du reichst die Speise, die für das ewige Leben bleibt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du bist unser Ziel, du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit und führst sie auf den rechten Weg zurück. Gib allen, die sich Christen nennen, die Kraft, zu meiden, was diesem Namen widerspricht, und zu tun, was unserem Glauben entspricht. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 6,8–15

Die Verhaftung des Stephanus

Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und grosse Zeichen unter dem Volk. Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten; aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.

Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte. Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat. Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden. Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.

Und als alle, die im Hohen Rat sassen, auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.

Mit Christus leben und sterben

Der griechisch sprechende Judenchrist Stephanus, ein Diakon voll Geist und Kraft, ist an sich der geeignete Gesprächspartner für die „hellenistischen“ Synagogen, stösst aber auf eine Gegnerschaft, die wohl stärker ist als jene der „Hebräer“. Der Gegensatz zwischen Judentum und christlicher Urgemeinde spitzt sich zu. Es kommt zur Anklage und einem Verfahren. Weil Stephanus treu mit Christus verbunden bleibt, teilt er das Geschick Jesu: Prozess, falsche Anklagen, Tod. Noch im Leben strahlt schon etwas von seiner künftigen Herrlichkeit auf. (vgl. Stuttgarter NT)

Antwortspalm

Psalm 119,23–24.26–27.29–30


R: Selig die Menschen, die leben nach der Weisung des Herrn.


Wenn auch Fürsten gegen mich beraten:
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Ich habe dir mein Geschick erzählt
und du erhörtest mich.
Lehre mich deine Gesetze!
Lass mich den Weg begreifen,
den deine Befehle mir zeigen,
dann will ich nachsinnen über deine Wunder.

Halte mich fern vom Weg der Lüge;
begnade mich mit deiner Weisung!
Ich wählte den Weg der Wahrheit;
nach deinen Urteilen hab ich Verlangen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nicht nur von Brot lebt der Mensch, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund. Halleluja.

Evangelium

Joh 6,22–29

Beginn der Rede über das Himmelsbrot

Am nächsten Tag sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren. Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.

Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?

Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?

Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Eine Speise für das ewige Leben

Die Menge hat in der Brotvermehrung nicht das „Zeichen“ gesehen, das auf eine völlig neue „Speise“ hinweist. Die Menge spekuliert auf ein neues Sättigungswunder. Jesus rät aber dem Volk, nach einer nachhaltigen, für das ewige Leben bleibenden Speise zu suchen. Diese Erwartung führt zum Geheimnis der Person Jesus, der vom Vater gesandt ist, um bleibend das Leben in Fülle zu bringen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist das Brot des Lebens:

  • Zeige den Glaubenden, dass du selbst das Ziel ihrer Hoffnung bist.
  • Erfülle die Sehnsucht der Menschen nach der Fülle des Lebens.
  • Stille den Hunger der Völker nach dem täglichen Brot.
  • Stärke unseren Glauben, damit wir auf ewig dir verbunden bleiben.

Herr Jesus Christus, von Gott gesandt, willst du uns zum ewigen Leben führen, damit unser Herz Ruhe finde bei dir. Wir danken dir und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns durch die Auferstehung Christi neu geschaffen für das ewige Leben. Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise, damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.