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Gotteswort

17. März 2018


Samstag der 4. Fastenwoche

Jesus hat das Los des Propheten Jeremia auf sich genommen. Dieser stiess auf Widerstand, weil er gegen die Verwässerung des Glaubens protestierte und keine politischen Kompromisse einging. Das Wort Jesu wird abgelehnt, weil er als Galiläer in Jerusalem bei den 0ffiziellen keinen Kredit findet. Ist unser eigener Glaube tief motiviert?

Hl. Gertrud (g)

Äbtissin von Nivelles

Gertrud von Nivelles, Tochter Pippin des Älteren, wurde Äbtissin von Nivelles. Sie bemühte sich, der weiblichen Jugend Wissen, Fertigkeiten und besonders Schriftkenntnis zu vermitteln. + 659.

Hl. Patrick (g)

Bischof, Glaubensbote in Irland

Patrick, in Britannien geboren und getauft, wurde mit 16 Jahren von Seeräubern nach Irland verschleppt. Während er als Sklave arbeiten musste, vollzog sich in ihm eine religiöse Vertiefung. Nach sechs Jahren gelang ihm die Flucht. Mystische Erlebnisse veranlassten ihn, als Glaubensbote nach Irland zu gehen. Zunächst liess er sich, wahrscheinlich bei Germanus in Auxerre, unterrichten. Nach vielen Schwierigkeiten wurde er dann zum Nachfolger des ersten Irenbischofs Palladius bestellt. Patrick durchzog das ganze Land als Glaubensbote. Da Irland keine Städte aufwies, machte Patrick Klöster zu Bischofssitzen. Er gründete Armagh als seine Bischofskirche. + um 461

Kyrie

Christus, du bist der Sohn Davids. Herr, erbarme dich.
Du bist der Messias. Christus, erbarme dich.
Du bist der grosse Prophet. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, lenke du selbst unsere Herzen zu dir hin; denn ohne deine Hilfe können wir dir nicht gefallen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jer 11,18–20

Mordpläne gegen Jeremia

Der Herr liess es mich wissen und so wusste ich es; damals liessest du mich ihr Treiben durchschauen.

Ich selbst war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten geführt wird, und ahnte nicht, dass sie gegen mich Böses planten: Wir wollen den Baum im Saft verderben; wir wollen ihn ausrotten aus dem Land der Lebenden, sodass man seinen Namen nicht mehr erwähnt.

Aber der Herr der Heere richtet gerecht, er prüft Herz und Nieren. Ich werde sehen, wie du Rache an ihnen nimmst; denn dir habe ich meine Sache anvertraut.

Der verfolgte Gerechte

Jeremia hatte sich leidenschaftlich gegen das Aufkommen von heidnischen Sitten gewehrt. Deshalb feinden ihn der König wie auch seine Landsleute an. Jeremia gibt seinen Protest nicht auf. Er vertraut sich ganz seinem Gott an, und dieser Prophet ist der Erste, der Gott mit „Du“ anredet. In diesem Text tauchen Bilder auf, die in den Gottesknechtliedern wiederkehren: die Verschwörung, das zutrauliche Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird... Jeremia gilt als Vorausbild von Jesus, der aber nicht nach Rache ruft, sondern vergibt.

Antwortspalm

Psalm 7,2–3.9–12


R: Herr, mein Gott, ich hoffe auf dich.


Herr, mein Gott, ich flüchte mich zu dir;
hilf mir vor allen Verfolgern und rette mich,
damit mir niemand wie ein Löwe das Leben raubt,
mich zerreisst, und keiner ist da, der mich rettet.

Herr, weil ich gerecht bin, verschaff mir Recht
und tu an mir Gutes, weil ich schuldlos bin!
Die Bosheit der Frevler finde ein Ende,
doch gib dem Gerechten Bestand,
gerechter Gott, der du auf Herz und Nieren prüfst.

Ein Schild über mir ist Gott,
er rettet die Menschen mit redlichem Herzen.
Gott ist ein gerechter Richter,
ein Gott, der täglich strafen kann.

Ruf vor dem Evangelium

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! Selig, die das Wort mit aufrichtigem Herzen hören und Frucht bringen in Geduld! Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium

Joh 7,40–53

Der Streit im Hohen Rat um Jesus

Einige aus dem Volk sagten, als sie diese Worte Jesu hörten: Er ist wahrhaftig der Prophet. Andere sagten: Er ist der Messias. Wieder andere sagten: Kommt denn der Messias aus Galiäa? Sagt nicht die Schrift: Der Messias kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte? So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge. Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen.

Als die Gerichtsdiener zu den Hohenpriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.

Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen? Ist etwa einer vom Hohen Rat oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen? Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.

Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen: Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut?

Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach: Der Prophet kommt nicht aus Galiläa. Dann gingen alle nach Hause.

Einfache Leute verstehen den Propheten aus Galiläa

Anlässlich eines Wasserritus beim Laubhüttenfest im Tempel hat sich Jesus als Quelle „lebendigen Wassers“ bezeichnet. Leute aus dem Volk und einfache Gerichtsdiener hören auf sein Wort, die Offiziellen aber lehnen ihn ab (Nikodemus ist eine Ausnahme von der Regel). Die Gegner verachten die Galiläer und versuchen mit Bibelstellen zu zeigen, dass er nicht der Messias sein kann. – Auch wir finden den Zugang zu Jesus nur, wenn wir ihm als Person nahe kommen, nicht über Theorien.

Fürbitten

Christus, du bist von Menschen verworfen worden. Wir bitten dich:

  • Für die Verantwortlichen in den Kirchen: Bewahre sie vor falschen Kompromissen.
  • Für alle Getauften: Stärke und erneuere ihren Glauben an dich.
  • Für die Völker der Erde: Wehre dem nationalen Egoismus.
  • Für uns alle: Hilf uns, in der Feier der Eucharistie deine Liebe zu erfahren und zu feiern.

Gütiger Gott, aus Liebe zu dir und zur Menschheit hat dein Sohn sein Leben hingegeben wie ein zutrauliches Lamm. Erneuere unsere Bereitschaft; dir und den Menschen zu dienen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, befreie uns durch das heilige Sakrament von jeder Schuld und gib, dass unser Leben dir wohlgefällt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.