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Gotteswort

20. Februar 2018


Dienstag der 1. Fastenwoche

Die heutigen Lesungen weisen die Taufbewerber und uns auf den Dialog hin, den Gott mit uns aufnimmt (Lesung) und den wir vertrauensvoll führen sollen (Evangelium). Der persönliche Gott ist nicht eine unnahbar jenseitige Macht.

Kyrie

Christus, du bist Gottes Wort an uns. Herr, erbarme dich.
Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns das Gebet zum Vater. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, sieh gütig auf deine Gemeinde. Da wir durch Mässigung den Leib in Zucht halten und Busse tun, schenke unserem Geist die wahre Sehnsucht nach dir. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 55,10–11

Auf Gottes Wort vertrauen!

Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

Das Wort Gottes

Diese Zeilen des Jesaja Buches stammen aus der Zeit des Exils. Ein Prophet macht dem Volk in der babylonischen Gefangenschaft Hoffnung auf Rettung. Jahwe ist der alleinige Schöpfer. Er allein hat Israel aus der Knechtschaft Ägyptens befreit. Sein Wort allein, das heisst sein ewiger Gedanke und Wille, wird sich durchsetzen; letztlich kann keine Macht Gottes Plan durchkreuzen. – Diese gegen alle Skeptiker gemachten Aussagen über das „Wort Gottes“ werden von den Christen auf Jesus angewandt.

Antwortspalm

Psalm 34,4–7.16–19


R: Der Herr hört die Gerechten, er entreisst sie all ihren Ängsten.


Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm,
so wird euer Gesicht leuchten
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer;
er rief und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Die Augen des Herrn
blicken auf die Gerechten,
seine Ohren hören ihr Schreien.
Das Antlitz des Herrn
richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.

Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreisst sie all ihren Ängsten.
Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.

Ruf vor dem Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! Nicht nur von Brot lebt der Mensch, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre.

Evangelium

Mt 6,7–15

Vom Beten – Das Vaterunser

Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiss, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten:

Unser Vater im Himmel,
dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
Und erlass uns unsere Schulden,
wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern rette uns vor dem Bösen.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Das Gebet des Herrn

Die Juden kannten das regelmässige private Beten am Morgen, Mittag und Abend. Es soll nicht seelenlose Routine werden. Das Gebet Jesu, Herzstück der Bergpredigt, ist weithin aus jüdischen Gebetsworten gebildet, doch Jesus macht etwas Einmaliges daraus. Der Beter soll über ein formelhaftes Wiederholen heiliger Worte (auch andere Religionen kennen dieses religiöse Bedürfnis!) hinauswachsen. Er steht mit Jesus und mit der geschwisterlichen Gemeinschaft der Getauften vor seinem Vater. In den sieben Bitten des Vaterunsers ist der Kern des Evangeliums enthalten. – Darum wurde den Taufbewerbern dieses Gebet eindringlich ans Herz gelegt.

Fürbitten

Christus zusammen mit dir dürfen wir zum Vater im Himmel beten:

  • Lehre alle Gläubigen deinem Vater von ganzem Herzen zu vertrauen und ihn zu ehren.
  • Segne alle, die sich um Arbeit und Brot für ihre Mitmenschen bemühen.
  • Verzeihe allen, die ihre Brüder und Schwestern verfolgen. Gib Starkmut den Verfolgten.
  • Vergib uns und allen Sündern jede Schuld und hilf uns in aller Not.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, du nährst uns mit der Speise der Unsterblichkeit. Schenke uns die wahre Weisheit, damit wir das Verlangen nach irdischen Freuden mässigen und das Unvergängliche mehr lieben als das Vergängliche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.