Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

21. April 2018


Samstag der 3. Osterwoche

In beiden heutigen Lesungen fällt Petrus eine führende Aufgabe zu. Er bewahrt Jesus die Treue, obwohl seine Botschaft Spannungen auslöste. Nach der Apostelgeschichte besucht Petrus neu entstehende Gemeinden und festigt sie im Glauben an Christus.

Hl. Konrad von Parzham (g)

Ordensbruder in Altötting

Konrad von Parzham, Kapuziner, war Pfortenbruder zu Altötting. Er war stets bereit zum Gebet und zu vielen Diensten, besonders gegenüber Wallfahrern. + 1894.

Hl. Anselm (g)

Bischof von Canterbury, Kirchenlehrer

Anselm, stammte aus Aosta; er wurde Benediktiner und Abt zu Bec in der Normandie. Weil er bildhaft zu predigen verstand, erlangte er Ansehen. Er wurde zum Erzbischof von Canterbury erhoben. Als er sich im Sinn der gregorianischen Reform für die Kirchenfreiheit (gegen die Laieninvestitur und den Lehenseid der Bischöfe) einsetzte, musste er zweimal ins Exil. Schliesslich wurde ein Kompromiss gefunden, der Vorbild für das Wormser Konkordat wurde. Als theologischer Schriftsteller nützte Anselm rationale Kategorien zur Vertiefung des Glaubens und bereitete die Scholastik vor. + 1109.

Kyrie

Christus, in deinem Namen finden wir Heil. Herr, erbarme dich.
Deine Worte sind Geist und Leben. Christus, erbarme dich.
Du hast Worte des ewigen Lebens. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns durch das Wasser der Taufe neu geschaffen; schütze dieses neue Leben, damit alle, die an dich glauben, dem Ansturm des Bösen standhalten und das Geschenk deiner Gnade treu bewahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 9,3 1–42

Heiden werden in die Kirche aufgenommen

Die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.

Auf einer Reise zu den einzelnen Gemeinden kam Petrus auch zu den Heiligen in Lydda. Dort fand er einen Mann namens Äneas, der seit acht Jahren lahm und bettlägerig war. Petrus sagte zu ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich. Steh auf und richte dir dein Bett! Sogleich stand er auf. Und alle Bewohner von Lydda und der Scharon–Ebene sahen ihn und bekehrten sich zum Herrn.

In Joppe lebte eine Jüngerin namens Tabita, das heisst übersetzt: Gazelle. Sie tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen.

In jenen Tagen aber wurde sie krank und starb. Man wusch sie und bahrte sie im Obergemach auf. Weil aber Lydda nahe bei Joppe liegt und die Jünger hörten, dass Petrus dort war, schickten sie zwei Männer zu ihm und liessen ihn bitten: Komm zu uns, zögere nicht!

Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Als er ankam, führten sie ihn in das Obergemach hinauf; alle Witwen traten zu ihm, sie weinten und zeigten ihm die Röcke und Mäntel, die Gazelle gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.

Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem Leichnam und sagte: Tabita, steh auf! Da öffnete sie ihre Augen, sah Petrus an und setzte sich auf. Er gab ihr die Hand und liess sie aufstehen; dann rief er die Heiligen und die Witwen und zeigte ihnen, dass sie wieder lebte.

Das wurde in ganz Joppe bekannt und viele kamen zum Glauben an den Herrn.

Eine neue Sicht

Die frühen christlichen Gemeinden bilden eine Einheit und heissen nun zusammenfassend „Kirche“. Grund für Einheit, Frieden und Wachstum ist der Heilige Geist. Petrus reist zu den Gemeinden in Lydda und Joppe. Ähnlich wie Jesus und im Namen des Auferstandenen bringt Petrus Leben und Heil für die Seele und auch für den Leib. Die Heilungswunder werden so erzählt wie früher die Wunder des Propheten Elija. Jesus und Petrus werden als „Propheten“ des kommenden Reiches gesehen. Doch bald wird die Kirche besser verstehen, dass seit der Auferstehung Jesu das Reich des Lebens schon gegenwärtig ist. (Frisque)

Antwortspalm

Psalm 116, 12–17


R: Wie kann ich dem Herrn vergelten, was er mir Gutes getan hat?


Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.
Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.

Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Christus ist auferstanden: Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. Du hast Weite ewigen Lebens. Halleluja.

Evangelium

Joh 6,60–69

Die Spaltung unter den Jüngern

Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?

Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoss? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts.

Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.

Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?

Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Harte Worte

Die Rede über das Brot des Lebens klingt nicht nur für die Juden hart, sondern auch für die Jünger. Jesus weiss darum, schwächt aber nicht ab. Die Jünger werden bald mit der ganzen Härte konfrontiert sein, die das Sterben Jesu mit sich bringen wird. Doch Jesus verweist auf den lebenspendenden Geist. Petrus führt Jünger an, Jesus und seinem Wort treu bleiben.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du stärkst die Kirche mit der Kraft des Heiligen Geistes:

  • Mehre in der Kirche die Geistesgaben zum Wohl von Leib und Seele der Menschen.
  • Deine Worte sind Geist und Leben: Hilf Predigern und Katecheten bei der Verkündigung.
  • Bleibe allen nahe, die an deiner Botschaft zweifeln: Lass sie dich besser verstehen.
  • Wir glauben an dich, hilf unserem Unglauben.

Himmlischer Vater, unsere Tage und unsere Jahre eilen dahin. Bewahre uns in der Treue zu deinem auferstandenen Sohn, damit wir zum Ziel unseres Lebens gelangen. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue. Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet, seine Auferstehung erhalte uns in der Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.