Gotteswort

18. April 2018


Mittwoch der 3. Osterwoche

Wer ist ein österlicher Mensch? In der Apostelgeschichte hören wir von Christen, die ungeachtet der Verfolgung den Glauben an ihren gekreuzigten und auferstandenen Herrn verkünden. Im Evangelium stellt Jesus klar, dass zur Fülle des Lebens nur die gelangen, die sich voll an ihn und seinen Vater halten.

Kyrie

Christus, du sättigst uns mit dem Brot des Lebens. Herr, erbarme dich.
Du stillst den Durst der Seele nach ewigem Leben. Christus, erbarme dich.
Am Letzten Tag erweckst du alle, die an dich glauben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, erhöre die Bitten deines Volkes und komm uns zu Hilfe. Du hast uns die Gnade des Glaubens geschenkt, gib uns durch die Auferstehung deines Sohnes auch Anteil am ewigen Leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 8,1b–8

Christenverfolgung und Mission

An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel.

Fromme Männer bestatteten Stephanus und hielten eine grosse Totenklage für ihn. Saulus aber versuchte die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein.

Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt. So herrschte grosse Freude in jener Stadt.

Verfolgung und Ausbreitung des Glaubens

Die Verfolgung der hellenistischen Christen in Jerusalem führt zur Ausbreitung des Glaubens. Die Hellenisten missionieren in Samarien. Die Samariter werden von den Juden verachtet. Vielleicht konnten die weltoffeneren „Hellenisten“ den Zugang zu ihnen leichter finden als die alteingesessenen Judenchristen. Das heilende Wirken und die Verkündigung der Missionare stiften „Freude“.

Antwortspalm

Psalm 66, 1–7


R: Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!


Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott:
„Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten!“

Alle Welt bete dich an und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen!
Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie schritten zu Fuss durch den Strom;
dort waren wir über ihn voll Freude.
In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig;
seine Augen prüfen die Völker.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Jeder, der an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Halleluja.

Evangelium

Joh 6,35–40

Aus der Rede über das Himmelsbrot

Jesus sprach zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt (mich) gesehen und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.

Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.

Das Brot des Lebens - Der Glauben

Zu Beginn zerreist Jesus den Schleier, der vorher über seiner Rede lag: Jesus selber ist das Brot des Himmels. – Wir dürfen ihn uns im Glauben aneignen. Wenn dies geschieht, ist es einer Initiative des Vaters zu verdanken, dessen Heilswillen sich auf alle Menschen erstreckt; immer vorausgesetzt ist aber der freie Glauben. Die Vollendung ist in der Zukunft zu erwarten. (Stuttgarter NT)

Fürbitten

Christus, du bist der Gesandte des Vaters:

  • Stärke dein Volk in der Bereitschaft, den Willen des Vaters zu erfüllen.
  • Hilf allen, die in Seelsorge oder Katechese tätig sind, dein Wort treu zu verkünden.
  • Sende allen, die körperlich oder seelisch leiden, den Beistand guter Menschen.
  • Nimm unsere Verstorbenen bei dir auf im ewigen Leben.

Himmlischer Vater, erleuchte uns, damit wir unseren Blick auf das Himmlische richten, nicht auf das Irdische. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott durch das Werk der Erlösung hast du unsere Schuld getilgt und uns deine Gnade geschenkt. Die Feier der Geheimnisse Christi stärke uns in diesem Leben und schenke uns die ewige Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.


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