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Gotteswort

10. November 2018


Samstag der 31. Woche im Jahreskreis

Das Streben nach Geld und Gewinn dominiert unsere Gesellschaft. Die Lesungen dieses Tages geben Hinweise darauf, wie ein Christ sinnvoll umgeht mit materiellen Dingen.

Hl. Leo der Grosse (G)

Papst, Kirchenlehrer

Leo I., Papst (440–461), war in der gesamten Kirche sehr angesehen, was sich zeigte, als das Konzil von Chalkedon seinem dogmatischen Brief über den Christusglauben akklamierte: „Petrus hat durch Leo gesprochen.“ Er ordnete die kirchlichen Verhältnisse in verschiedenen Provinzen. Er setzte sich für seine Bischofsstadt ein, als ein Einfall der Hunnen Attilas und der Vandalen Geiserichs drohten, musste aber 455 eine Plünderung durch Geiserich hinnehmen. Seine Predigten und Briefe, an denen Prosper von Aquitanien gefeilt hat, sind gedanklich und stilistisch Meisterwerke.

Kyrie

Christus, deine Kraft stärkt uns. Herr, erbarme dich.
Du bist unser Weg zum Vater. Christus, erbarme dich.
Du bist unser einziger Herr. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, wir gedenken der seligen Jungfrau Maria, die du aus allen Menschen erwählt und geheiligt hast. Höre auf ihre Fürsprache und schenke auch uns Heil und Segen aus der Fülle deiner Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Phil 4,10–19

Der Dank des Apostels

Ich habe mich im Herrn besonders gefreut, dass ihr eure Sorge für mich wieder einmal entfalten konntet. Ihr hattet schon daran gedacht, aber es fehlte euch die Gelegenheit dazu.

Ich sage das nicht, weil ich etwa Mangel leide. Denn ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiss Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. Trotzdem habt ihr recht daran getan, an meiner Bedrängnis teilzunehmen.

Ihr wisst selbst, ihr Philipper, dass ich beim Beginn der Verkündigung des Evangeliums, als ich aus Mazedonien aufbrach, mit keiner Gemeinde durch Geben und Nehmen verbunden war ausser mit euch und dass ihr mir in Thessalonich und auch sonst das eine und andere Mal etwas geschickt habt, um mir zu helfen.
Es geht mir nicht um die Gabe, es geht mir um den Gewinn, der euch mit Zinsen gutgeschrieben wird. Ich habe alles empfangen und habe jetzt mehr als genug. Mir fehlt nichts mehr, seit ich von Epaphroditus eure Gaben erhielt, ein schönes Opfer, eine angenehme Opfergabe, die Gott gefällt.

Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken.

Was Paulus stärkt

Paulus fühlt sich den Philippern eng verbunden. Nur von ihnen nimmt er materielle Gaben an. Er erklärt aber, dass er sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt, während ihm materielle Fragen wenig bedeuten. Wenn aber die Philipper mit ihren Gaben Paulus helfen, seinen Aposteldienst zu erfüllen, sieht er darin eine Gott wohlgefällige Opfergabe.

Antwortspalm

Psalm 112,1–2.5–6.8–9


R: Selig der Mensch, der den Herrn fürchtet und ehrt.


Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.

Wohl dem Mann,
der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Niemals gerät er ins Wanken;
ewig denkt man an den Gerechten.

Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie;
Reichlich gibt er den Armen,
sein Heil hat Bestand für immer;
er ist mächtig und hoch geehrt.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja, Halleuja. Jesus Christus, der reich war, wurde aus Liebe arm. Und durch seine Armut hat er uns reich gemacht. Halleluja.

Evangelium

Lk 16,9–15

Vom rechten Gebrauch des Reichtums – Die Pharisäer

Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.

Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den grossen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den grossen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben?

Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.

Das alles hörten auch die Pharisäer, die sehr am Geld hingen, und sie lachten über ihn.

Da sagte er zu ihnen: Ihr redet den Leuten ein, dass ihr gerecht seid; aber Gott kennt euer Herz. Denn was die Menschen für grossartig halten, das ist in den Augen Gottes ein Gräuel.

Die Prioritäten richtig setzen

Lukas hat das Gleichnis vom ungerechten Verwalter (gestriges Evangelium) für seine Zeit aktualisiert. – Eschatologische „Klugheit“ ist es, sich für andere mitverantwortlich zu fühlen und die eigenen Mittel so einzusetzen, dass auch andere im Frieden leben können. Nur wer verantwortlich handelt, kann Dienste in der Kirche übernehmen. Niemand darf seine Prioritäten auf materielle Werte setzen. (Frisque; Müller)

Fürbitten

Christus, du bis für uns arm geworden:

  • Hilf allen Gläubigen, der Liebe zu dir nichts vorzuziehen.
  • Gib allen, die materielle Güter verwalten, Sinn für soziale Gerechtigkeit.
  • Segne die Gläubigen, die mit ihren Mittel den Armen und Schwachen beistehen.
  • Schenke unseren verstorbenen Wohltätern, Angehörigen und Freunden deine reiche Gnade.

Gütiger Gott, du hast uns für eine unvergängliche Freude geschaffen. Mach uns froh in deinem Dienst, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria hast du uns mit dem Brot des Himmels gestärkt. Lass uns einst mit Maria und allen Heiligen teilnehmen am Mahl des ewigen Lebens. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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