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Gotteswort

11. Oktober 2018


Donnerstag der 27. Woche im Jahreskreis

Die Lesungen dieses Tages muntern auf zum vertrauensvollen Beten und lehren uns, Wichtiges von Zweitrangigem zu unterscheiden.

Hl. Johannes XXIII. (g)

Papst

Angelo Giuseppe Roncalli ist 1881 in Sotto il Monte in Bergamo geboren. Seine theologischen Studien absolvierte er in Rom. 1904 wurde er zum Priester geweiht und war dann Sekretär seines Heimatbischofs und Professor am Priesterseminar in Bergamo. 1921 wurde er an die Kongregation für die Evangelisierung der Völker berufen, 1922 in den Generalrat des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung. 1925 wurde er zum Apostolischen Visitator in Bulgarien und 1934 zum Apostolischen Delegaten für die Türkei und für Griechenland ernannt. 1944 wurde er überraschend mit der Aufgabe des Apostolischen Nuntius in Paris betraut. 1953 erhob ihn Papst Pius XII. zum Kardinal und ernannte ihn zum Patriarchen von Venedig. Am 28. Oktober 1958 wurde er zum Papst gewählt. Durch seine Herzlichkeit eroberte er bald die Sympathie der Menschen. Im Januar 1959 kündigte er ein Ökumenisches Konzil an, das am 11. Oktober 1962 feierlich eröffnet wurde. Er starb am 3. Juni 1963. Papst Franziskus hat ihn am 27. April 2014 heiliggesprochen.

Kyrie

Christus, du hast uns gelehrt, zu beten und zu bitten. Herr, erbarme dich.
Du hast uns gelehrt, zu suchen und anzuklopfen. Christus, erbarme dich.
Du sendest uns vom Vater her den Heiligen Geist. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, alles Gute kommt allein von dir. Schenke uns deinen Geist, damit wir erkennen, was recht ist, und es mit deiner Hilfe auch tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gal 3,1–5

Aufruf an die Galater

Ihr unvernünftigen Galater, wer hat euch verblendet? Ist euch Jesus Christus nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden?

Dies eine möchte ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes oder durch die Botschaft des Glaubens empfangen? Seid ihr so unvernünftig? Am Anfang habt ihr auf den Geist vertraut und jetzt erwartet ihr vom Fleisch die Vollendung. Habt ihr denn so Grosses vergeblich erfahren? Sollte es wirklich vergeblich gewesen sein? Warum gibt euch denn Gott den Geist und bewirkt Wundertaten unter euch? Weil ihr das Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens angenommen habt?

Wichtig und unwichtig

Paulus redet eine deutliche Sprache, um den Galatern klar zu machen, dass sie sich nicht wieder, aus einem zwar guten, aber unerleuchteten Willen, alten Gesetzesvorschriften unterwerfen sollen. Sie sollen sich erinnern, dass sie durch den Gekreuzigten erlöst wurden und vom Auferstandenen den Heiligen Geist empfangen haben. Was lassen sie sich da überreden, wieder allerhand religiöse Praktiken wichtig zu nehmen?

Antwortspalm

Lk 1,69–75

Canticum des Zacharias


R: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht.


Gepriesen ei der Herr, der Gott Israels!
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;
Er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheissen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen.

Er hat das Erbarmen mit den Vätern
an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
an den Eid, den er
unserm Vater Abraham geschworen hat;

Er hat uns geschenkt,
dass wir, aus Feindeshand befreit,
ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Bittet und ihr werdet empfange, damit eure Freude vollkommen wird. Halleluja.

Evangelium

Lk 11, 5–13

Der zudringliche Freund – Das vertrauensvolle Gebet

Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!,

wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht.

Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?

Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

Fortsetzung der Gebetslehre

Gestern lehrte Jesus das Vaterunser, heute führt er seine Gebetslehre weiter. Der Vergleich mit dem zudringlichen Freund ruft zum Vertrauen auf. Dem Bitten, Suchen und Klopfen im Vergleich mit dem Familienvater entspricht die Verheissung des Empfangens, Findens und Öffnens. Für dieses Evangelium ist die Zeit der Erfüllung nahe gekommen.

Fürbitten

Christus, du hast gesagt: Bittet, dann wird euch gegeben.

  • Hilf den Gläubigen, Christus zu vertrauen, der für uns gelitten hat und auferstanden ist.
  • Stärke Familienväter und Mütter in ihren Arbeiten und Sorgen.
  • Erfülle ängstliche und zweifelnde Menschen mit Vertrauen und Mut.
  • Schenke uns selber deine grosse Gabe, den Heiligen Geist.

Himmlischer Vater, du schenkst uns deine Gnade und deine Gaben für unser irdisches Leben. Gib, dass wir weiterschenken, was wir von deiner Güte empfangen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gott und Vater, du reichst uns das Brot des Lebens und den Kelch der Freude. Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes, der im Sakrament unsere Speise geworden ist. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 
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