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Gotteswort

12. Juli 2019


Freitag der 14. Woche im Jahreskreis

Der Halleluja–Vers spricht heute von der Einführung in die Wahrheit durch den Geist. Im Evangelium verheisst Jesus die Führung des Geistes in schweren Krisen. In der Genesis–Erzählung erfährt Jakob die göttliche Führung.

Kyrie

Christus, Du sendest die Apostel mitten in die Welt. Herr, erbarme dich.
Durch die Jünger spricht der Geist des Vaters. Christus, erbarme dich.
Du bist unser Beistand in jeder Gefahr. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, nach deinem geheimnisvollen Ratschluss lässt du die Kirche am Leiden deines Sohnes teilhaben. Stärke unsere Brüder, die wegen des Glaubens verfolgt werden. Gib ihnen Geduld und Liebe, damit sie in ihrer Bedrängnis auf dich vertrauen und sich als deine Zeugen bewähren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 46,1–7.28–30

Jakobs Aufbruch nach Ägypten

Israel brach auf mit allem, was ihm gehörte. Er kam nach Beerscheba und brachte dem Gott seines Vaters Isaak Schlachtopfer dar. Da sprach Gott in einer nächtlichen Vision zu Israel: Jakob! Jakob! Hier bin ich!, antwortete er.

Gott sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen; denn zu einem grossen Volk mache ich dich dort. Ich selbst ziehe mit dir hinunter nach Ägypten, und ich führe dich auch selbst wieder herauf. Josef wird dir die Augen zudrücken.

Jakob brach von Beerscheba auf. Die Söhne Israels hoben ihren Vater Jakob, ihre Kinder und ihre Frauen auf die Wagen, die der Pharao geschickt hatte, um ihn zu holen. Sie nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie in Kanaan erworben hatten, und gelangten nach Ägypten, Jakob und mit ihm alle seine Nachkommen. Seine Söhne und Enkel, seine Töchter und Enkelinnen, alle seine Nachkommen brachte er mit nach Ägypten.

Jakob schickte Juda voraus zu Josef, um ihn zu sich nach Goschen zu bestellen. So kamen sie ins Gebiet von Goschen. Josef liess seinen Wagen anschirren und zog seinem Vater Israel nach Goschen entgegen. Als er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange.

Israel sagte zu Josef: Jetzt will ich gern sterben, nachdem ich dein Angesicht wieder sehen durfte und weiss, dass du noch am Leben bist.

Die Verheissung erfüllt sich nicht automatisch

Jakob soll aus dem Abraham und Isaak verheissenen Land wegziehen und nach Ägypten übersiedeln. Eine nächtliche Vision ermutigt ihn zu diesem scheinbar widersprüchlichen Vorhaben. Gott kennt keine Automatik seiner Wege oder deren Erfüllung. Erst über Prüfungen und Leiden wird Israel in das verheissene Land einziehen.

Antwortspalm

Psalm 37 3–4.18–19.27–28b.39–40b


R: Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn.


Vertrau auf den Herrn und tu das Gute,
bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
Freu dich innig am Herrn!
Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.

Der Herr kennt die Tage der Bewährten,
ihr Erbe hat ewig Bestand.
In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden,
sie werden satt in den Tagen des Hungers.

Meide das Böse und tu das Gute,
so bleibst du wohnen für immer.
Denn der Herr liebt das Recht
und verlässt seine Frommen nicht.

Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn,
er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der Herr hilft ihnen und rettet sie,
er rettet sie vor en Frevlern.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in die ganze Wahrheit führen und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Halleluja.

Evangelium

Mt 10,16–23

Aufforderung zum furchtlosen Bekenntnis

Jesus sagte zu den Aposteln: Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!

Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt.

Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.

Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Im Vertrauen auf das Wort

“Ich sende euch.“ Dieses eine Wort Jesu ist die einzige Ausrüstung, die er seinen Jüngern gibt. Sie haben bei ihrer Verkündigung mit Widerstand zu rechnen und damit, dass sie bis aufs Blut verfolgt werden. In den Jahren, da Lukas diesen Text niederschrieb, musste überall mit Verfolgungen gerechnet werden. – Heute gibt es Verfolgungen, wenn auch nicht überall. Doch wird unser Glaube in die gleiche Ecke abgestellt wie hundert andere religiöse, pseudo–religiöse, poetische oder romantische Ideen. Jesus mahnt uns nicht zu einem lautstarken Draufgängertum, sondern zu Ausdauer und Durchhalten, im Vertrauen auf die Kraft des Geistes.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du hast uns den Beistand des Heiligen Geistes verheissen: Wir bitten dich:

  • Für die Gläubigen, die verfolgt oder verachtet werden: Steh ihnen bei.
  • Für alle, die deinen Namen bekennen: Befreie sie von aller Hartherzigkeit.
  • Für alle, die keinen Weg in die Zukunft sehen: Schenke ihnen Glauben, Hoffnung und Liebe.
  • Für uns selber: Erneuere unsere Bereitschaft, stellvertretend für andere zu beten.

Barmherziger Gott, dein Sohn hat die Schwäche der menschlichen Natur auf sich genommen, um sie durch das Kreuz zur Herrlichkeit zu führen. Führe dein Volk auf diesem Weg deines Sohnes. So bitten wir im Heiligen Geist, durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, du hast uns mit reichen Gaben beschenkt. Lass uns in der Danksagung verharren und einst die Fülle des Heils erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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