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Gotteswort

13. Juni 2018


Mittwoch der 10. Woche im Jahreskreis

Worte wie „Gesetz“ oder „Gebot“ haben vielfach einen unangenehmen Beiklang. Will man uns von aussen ein Verhalten aufnötigen, das wir uns gar nicht wünschen? Für fromme Juden hatte „Gesetz“ keinen unangenehmen Beigeschmack, im Gegenteil. Das „Gesetz“ ist eine sichere Wegweisung und setzt Leitplanken. – Zur Zeit des Elija hatte das Volk sozusagen den Boden unter den Füssen verloren und war vom Bund mit seinem Gott abgewichen. Elija will den Jahweglauben mit allen Mitteln durchsetzen.

Hl. Antonius von Padua (G)

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Antonius von Padua, ein Portugiese, wirkte als Prediger in Oberitalien und Südfrankreich. Er war ein ausgezeichneter Kenner der heiligen Schrift und folgte in der Theologie der augustinischen Richtung. Franziskus bestimmte ihn zum ersten Theologielehrer seines Ordens. Er wurde ein beliebter Volksheiliger. + 1231.

Kyrie

Christus, du hast das Gesetz erfüllt, nicht aufgehoben. Herr, erbarme dich.
Du siehst das ganze Gesetz erfüllt in der Gottes- und Nächstenliebe. Christus, erbarme dich.
Du verheissest das Himmelreich, wenn wir dir folgen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du du hast deiner Kirche im heiligen Antonius von Padua einen machtvollen Verkünder des wahren Glaubens und einen Helfer in der Not geschenkt. Gib, dass wir nach seinem Vorbild ein christliches Leben führen und in allen Nöten deine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Kön 18,20–31

Jahwe oder Baal

Ahab schickte in ganz Israel umher und liess die Propheten auf dem Karmel zusammenkommen.

Und Elija trat vor das ganze Volk und rief: Wie lange noch schwankt ihr nach zwei Seiten? Wenn Jahwe der wahre Gott ist, dann folgt ihm! Wenn aber Baal es ist, dann folgt diesem! Doch das Volk gab ihm keine Antwort.

Da sagte Elija zum Volk: Ich allein bin als Prophet des Herrn übrig geblieben; die Propheten des Baal aber sind vierhundertfünfzig.

Man gebe uns zwei Stiere. Sie sollen sich einen auswählen, ihn zerteilen und auf das Holz legen, aber kein Feuer anzünden. Ich werde den andern zubereiten, auf das Holz legen und kein Feuer anzünden. Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen und ich werde den Namen des Herrn anrufen. Der Gott, der mit Feuer antwortet, ist der wahre Gott. Da rief das ganze Volk: Der Vorschlag ist gut.

Nun sagte Elija zu den Propheten des Baal: Wählt ihr zuerst den einen Stier aus und bereitet ihn zu; denn ihr seid die Mehrheit. Ruft dann den Namen eures Gottes an, entzündet aber kein Feuer! Sie nahmen den Stier, den er ihnen überliess, und bereiteten ihn zu. Dann riefen sie vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an und schrien: Baal, erhöre uns! Doch es kam kein Laut und niemand gab Antwort. Sie tanzten hüpfend um den Altar, den sie gebaut hatten.

Um die Mittagszeit verspottete sie Elija und sagte: Ruft lauter! Er ist doch Gott. Er könnte beschäftigt sein, könnte beiseite gegangen oder verreist sein. Vielleicht schläft er und wacht dann auf. Sie schrien nun mit lauter Stimme. Nach ihrem Brauch ritzten sie sich mit Schwertern und Lanzen wund, bis das Blut an ihnen herabfloss. Als der Mittag vorüber war, verfielen sie in Raserei und das dauerte bis zu der Zeit, da man das Speiseopfer darzubringen pflegt. Doch es kam kein Laut, keine Antwort, keine Erhörung.

Nun forderte Elija das ganze Volk auf: Tretet her zu mir! Sie kamen und Elija baute den zerstörten Altar Jahwes wieder auf. Er nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu dem der Herr gesagt hatte: Israel soll dein Name sein.

Er fügte die Steine zu einem Altar für den Namen des Herrn, zog rings um den Altar einen Graben und grenzte eine Fläche ab, die zwei Sea Saat hätte aufnehmen können. Sodann schichtete er das Holz auf, zerteilte den Stier und legte ihn auf das Holz. Nun befahl er: Füllt vier Krüge mit Wasser und giesst es über das Brandopfer und das Holz! Hierauf sagte er: Tut es noch einmal! Und sie wiederholten es. Dann sagte er: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal. Das Wasser lief rings um den Altar. Auch den Graben füllte er mit Wasser.

Zu der Zeit nun, da man das Speiseopfer darzubringen pflegt, trat der Prophet Elija an den Altar und rief: Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, heute soll man erkennen, dass du Gott bist in Israel, dass ich dein Knecht bin und all das in deinem Auftrag tue. Erhöre mich, Herr, erhöre mich! Dieses Volk soll erkennen, dass du, Herr, der wahre Gott bist und dass du sein Herz zur Umkehr wendest.

Da kam das Feuer des Herrn herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und die Erde. Auch das Wasser im Graben leckte es auf.

Das ganze Volk sah es, warf sich auf das Angesicht nieder und rief: Jahwe ist Gott, Jahwe ist Gott!

Umkehr zum einen Gott

Das Volk darf nicht „nach zwei Seiten schwanken" (18,21) oder zwei Herren dienen. Elija organisiert einen Wettbewerb und will ein Gottesurteil provozieren. Letztlich geht es ihm darum, dass sich das Herz des Volkes „zur Umkehr wendet".

Antwortspalm

Psalm 16, 1–2.4–5.8–9.11


R: Behüte mich, Gott, denn ich vertraue auf dich.


Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr.“

Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt.
Ich will ihnen nicht opfern,
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.

Du, Herr, gibst mir das Erbe
und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Du zeigst mir den Pfad zum Leben.
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle,
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Zeige mir, Herr, deine Wege, führe mich in deiner Treue und lehre mich! Halleluja.

Evangelium

Mt 5,17–19

Gesetz und Propheten

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird gross sein im Himmelreich.

Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit grösser ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Wegweisung

Wenn Jesus von „Gesetz und Propheten“ spricht, meint er ihre gottgewollte Grundausrichtung. Diese soll bestehen bleiben, ja sich in einem höheren Sinn „erfüllen“, nämlich in der Person und der Botschaft Jesu selbst. Gleich nach diesem sehr jüdischen Satz wird Jesus sechsmal die neue „Gerechtigkeit“ gewissen Sätzen der „Alten“ gegenüberstellen. Er kanonisiert also nicht alle Auslegungen der Gesetzeslehrer, sondern gibt dem Alten Testament seinen endgültigen Erfüllungssinn. (vgl. Schott; Frisque)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du schenkst uns grosses Vertrauen zu Gott:

  • Erleuchte deine Gläubigen, dass sie vom Buchstaben zum Geist voranschreiten.
  • Steh allen bei, die unter dem Buchstaben des Gesetzes leiden.
  • Offenbare dich dem jüdischen Volk als der verheissene Messias.
  • Gib uns den rechten Geist, dass wir selber der Liebe zu dir nichts vorziehen.

Barmherziger Gott, schenke uns Gesundheit an Leib und Seele, damit wir dir im Frieden dienen und andern Gutes tun. Darum bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.