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Gotteswort

13. August 2018


Montag der 19. Woche im Jahreskreis

Menschen neigen oft dazu, sich Gott „eingerahmt“ in ihr Wunschdenken und in kulturell bedingte Ideen vorzustellen. Beide Lesungen durchbrechen solche menschliche Schablonen, doch. ohne Scharfmacherei. – Ezechiel erfährt, dass Gott nicht nur im „heiligen Land“ erscheint und dass die babylonische Kultur auch in äussere Formen des Kultes aufscheinen darf. Jesus passt nicht in die Cliché–Vorstellungen der Jünger.

Hl. Pontianus und hl. Hippolyt (g)

Papst und Priester, Märtyrer

Hippolyt, ein Schüler des Irenäus, war der fruchtbarste griechisch schreibende Schriftsteller der westlichen Kirche. Er wurde auch in Ägypten geschätzt. Unter Papst Viktor I. (+ 199) hatte er Einfluss im römischen Klerus, doch wurde als Nachfolger nicht er, sondern der ehemalige Sklave Kalixtus gewählt. Das war für rechts stehende Kreise zuviel. Sie wählten Hippolyt zum Gegenpapst. Er warf Kalixtus eine zu laxe Haltung vor. Das Schisma dauerte drei Jahrzehnte. Dann verbannte der Kaiser sowohl den rechtmässigen Papst Pontianus wie den Gegenpapst Hippolyt nach Sardinien, wo sie im Bergwerk arbeiten mussten. Dort verzichteten beide auf ihre Würde. Hippolyt forderte seine Anhänger auf, die Einheit wieder herzustellen. Pontianus wurde in der Papstkrypta der Kalixtus–Katakomben, Hippolyt in einem eigenen Coemeterium (Friedhof) beigesetzt, um 236.

Kyrie

Christus, Du bist der Menschensohn, der leiden muss. Herr, erbarme dich.
Du wurdest getötet, aber am dritten Tag auferweckt. Christus, erbarme dich.
Du hast uns die Freiheit der Kinder Gottes gebracht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater. Du gibst dich uns Menschen zu erkennen im Schicksal Jesu von Nazaret. Als er von allen verlassen war, hast du ihn durch Leiden und Tod hindurchgeführt zum Leben. Lass uns glauben und vertrauen, dass auch wir in aller Bedrängnis und Not unterwegs sind zu dir mit unserem Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ez 1,2–6.24–28c

Die Erscheinung Gottes

Am fünften Tag des Monats – es war im fünften Jahr nach der Verschleppung des Königs Jojachin – erging das Wort des Herrn an Ezechiel, den Sohn Busis, den Priester, im Land der Chaldäer, am Fluss Kebar. Dort kam die Hand des Herrn über ihn. Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine grosse Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen.

Ich hörte das Rauschen ihrer Flügel; es war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen, wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie gingen, glich das tosende Rauschen dem Lärm eines Heerlagers. Wenn sie standen, liessen sie ihre Flügel herabhängen. Ein Rauschen war auch oberhalb der Platte, die über ihren Köpfen war. Wenn sie standen, liessen sie ihre Flügel herabhängen. Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, sass eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein. Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt, so war der helle Schein ringsum. So etwa sah die Herrlichkeit des Herrn aus. Als ich diese Erscheinung sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht.

Gott ist nicht ortsgebunden

Ezechiel stammt aus einer Priesterfamilie, die im babylonischen Exil lebt. Im Jahr 592 erfährt er seine Berufungsvision. Gott zeigt sich in einem Gewitter. Wichtig ist, dass Gott ausserhalb Jerualems erscheint. Er kommt nicht vom Zion (im Süden), sondern von Norden her, und (was in der heutigen Lesung weggelassen wird) er fährt auf einem Wagen daher. Die himmlische Wesen, die ihn begleiten, werden ähnlich dargestellt wie in babylonischen Reliefs jener Zeit. Wie das plötzliche Gewitter soll auch das ausführlich dargestellte Daherfahren Gottes seine grenzüberschreitende „Mobilität“ hervorheben. Seine Herrlichkeit wird wohl wegen des Bilderverbotes zurückhaltend dargestellt, wirkt aber überwältigend.

Antwortspalm

Psalm 148, 1–2.11–14


R: Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit.


Lobt den Herrn vom Himmel her,
lobt ihn in den Höhen:
Lobt ihn, all seine Engel,
lobt ihn, all seine Scharen.

Ihr Könige der Erde und alle Völker,
ihr Fürsten und alle Richter auf Erden,
ihr jungen Männer und auch ihr Mädchen,
ihr Alten mit den Jungen!

Loben sollen sie den Namen des Herrn;
denn sein Name allein ist erhaben,
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel.
Seinem Volk verleiht er Macht,
das ist ein Ruhm für all seine Frommen,
für Israels Kinder, das Volk, das ihm nahen darf.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Durch das Evangelium hat Gott uns berufen zur Herrlichkeit Jesu Christi, unseres Herrn. Halleluja.

Evangelium

Mt 17,22–27

Die zweite Ankündigung von Leiden und Auferstehung – Von der Tempelsteuer

Als sie in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig.

Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten? Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei. Damit wir aber bei niemand Anstoss erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich.

Leidensankündigung - Freiheit in Christus

Jesus ist befreiend anders. Zum zweiten Mal kündet er seinen Tod an. Die Jünger werden „traurig“, denn das Leid wird auch sie treffen. Das haben sie vorher kaum verstehen wollen. Jetzt verstehen sie noch weniger das Wort von der Auferstehung. Jesus ist anders! – Der zweite Teil des Evangeliums handelt von einem Problem der ersten christlichen Gemeinden. Sollen sie weiter Abgaben an den jüdischen Tempel oder an den Kaiser zahlen, obwohl sie sich von diesen Institutionen distanzieren? Zur Antwort wird auf das Verhalten Jesu verwiesen: Nicht unnötig Probleme machen! Das Nötige wird nicht fehlen. Also nicht stur sein. Es gibt Wichtigeres zu bewahren: die innere Freiheit.

Fürbitten

Christus, du hast von der Freiheit der Söhne gesprochen.

  • Befreie deine Gläubigen von Vorurteilen
  • Verhilf den Fremden, den Waisen wund Witwen zu ihrem Recht.
  • Führe alle, die der Seele oder dem Leib nach leiden, durch das Kreuz zur Auferstehung.
  • Läutere unsere Herzen, damit wir deine Liebe aufnehmen und weiter geben.

Christus, du hast dich selber für uns dahingegeben. Schenke deinen Gläubigen, den Geist der Dienstbereitschaft. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, wir haben den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Das heilige Sakrament bringe uns Heil. er erhalte uns in der Wahrheit und sei unser Licht in der Finsternis. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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