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Gotteswort

14. Juni 2018


Donnerstag der 10. Woche im Jahreskreis

Manche Abschnitte des Alten Testaments befremden uns, so nicht zuletzt die Methoden des Elija im Kampf für den Jahwe–Glauben. Wenn solche Abschnitte „Unvollkommenes und Zeitbedingtes“ berichten (2. Vatikan. Konzil, Über die Offenbarung 15), haben wir an pädagogische Schritte auf dem Weg zur vollen Offenbarung in Christus zu denken. – Das heutige Evangelium spricht von der „grösseren“ Gerechtigkeit der Liebe.

Kyrie

Christus, du schenkst das Lebens in Fülle.. Herr, erbarme dich.
Du lehrst die Liebe zum Nächsten. Herr, erbarme dich.
Du führst zu Versöhnung und Frieden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott. Bei dir ist Freude über jeden Menschen, der umkehrt und Busse tut. Denn du bist der Vater, der für alle ein Herz hat. Lass uns darauf vertrauen und deinem Ruf folgen. Hilf uns, dass auch wir einander vergeben, wie du uns vergibst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Kön 18,41–46

Jahwe ist stärker als eine Naturgottheit

Dann sagte Elija zu Ahab: Geh hinauf, iss und trink; denn ich höre das Rauschen des Regens. Während Ahab wegging, um zu essen und zu trinken, stieg Elija zur Höhe des Karmel empor, kauerte sich auf den Boden nieder und legte seinen Kopf zwischen die Knie.

Dann befahl er seinem Diener: Geh hinauf und schau auf das Meer hinaus! Dieser ging hinauf, schaute hinaus und meldete: Es ist nichts zu sehen. Elija befahl: Geh noch einmal hinauf! So geschah es siebenmal.

Beim siebten Mal meldete der Diener: Eine Wolke, klein wie eine Menschenhand, steigt aus dem Meer herauf. Darauf sagte Elija: Geh hinauf und sag zu Ahab: Spanne an und fahr hinab, damit der Regen dich nicht aufhält.

Es dauerte nicht lange, da verfinsterte sich der Himmel durch Sturm und Wolken und es fiel ein starker Regen. Ahab bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel. Über Elija aber kam die Hand des Herrn. Er gürtete sich und lief vor Ahab her bis dorthin, wo der Weg nach Jesreel abzweigt.

In der Kraft Gottes

Zuvor war es zu der entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Elija, der an den einen Gott Jahwe glaubte, und den Verehrern Baals, eines Wetter- und Vegetationsgottes, gekommen. Elija liess die erfolglosen Baalspriester töten und ist nun in Hochstimmung. Er ist überzeugt, dass Jahwe auch über Wetter und Vegetation steht. Rituell kauert er sich so zu Gebet nieder, dass er eine kleine Wolke versinnbildet. Sein anhaltendes und erhörungsgewisses Beten wird erhört; ein starker Regen fällt. Elija läuft nun in Ekstase wie ein Siegesbote 30 km weit vor dem Pferdegespann her. König und Volk sollen die Kraft Jahwes erfahren. – Mehr als anderswo zeigt sich hier, dass Gott zu jedem Zeitalter in der Sprache spricht, die es verstehen kann. (Stuttgarter AT; Schott)

Antwortspalm

Psalm 65, 10–14


R: Dir gebührt Lobgesang, Gott, auf dem Zion.


Du sorgst für das Land und tränkst es;
du überschüttest es mit Reichtum.
Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt,
du schaffst ihnen Korn; so ordnest du alles

Du tränkst die Furchen, ebnest die Schollen,
machst sie weich durch Regen,
segnest ihre Gewächse.
Du krönst das Jahr mit deiner Güte,
deinen Spuren folgt Überfluss.

In der Steppe prangen die Auen,
die Höhen umgürten sich mit Jubel.
Die Weiden schmücken sich mit Herden,
die Täler hüllen sich in Korn.
Sie jauchzen und singen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ein neues Gebot gebe ich euch: Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben! Halleluja.

Evangelium

Mt 5,20–26

Welche Gerechtigkeit

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit grösser ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.

Schliess ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Die grössere „Gerechtigkeit“

Auch den Schriftgelehrten ging es um die „Gerechtigkeit“, nämlich um das rechte Leben vor Gott. Mit scharfen Gegenüberstellungen macht Jesus deutlich, worin sich seine „grössere“ Gerechtigkeit von der alten unterscheidet. Jesus sagt in neuer Weise, was Gott einst durch Mose gesagt hatte. Gott richtet nicht nach den äusseren Taten, sondern nach der Gesinnung und Entscheidung der Herzen. So kann es sein, dass Hass so schlimm ist wie Mord oder dass die Opfergabe eines feindseligen Herzens wertlos ist. Denn Gott ist Liebe. Sie ist das Wesen der neuen Gerechtigkeit. (vgl. Schott)

Fürbitten

Gott der Liebe, im Namen deines Sohnes bitten wir:

  • Für die Kirche: Schenke ihr und ihren Gliedern den Geist der Versöhnung.
  • Für die christlichen Völker: Lehre sie Gerechtigkeit gegenüber der dritten Welt.
  • Für die Familien: Erhalte und erneuere den Frieden zwischen Partnern und Generationen.
  • Für uns selber: Stehe uns bei, damit wir in unserer Umgebung Frieden und Freude fördern.

Vater, schenke uns den Geist der Versöhnung, damit wir mit aufrichtigem Herzen die Eucharistie feiern. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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