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Gotteswort

14. Juli 2018


Samstag der 14. Woche im Jahreskreis

Selbsternannte Propheten treten ungescheut auf und propagieren ihre Ideen. Sie verletzen nicht ungern die andern. Echte Propheten dagegen treten nicht spontan aus sich heraus auf. Es schmerzt sie, wenn sie vor andern antreten müssen. Doch sie erfahren eine Berufung von Gott her, der sie als Ergriffene zu seinem Sprachrohr macht. – Jesus ruft im Evangelium seine Jünger auf, in seinem Namen furchtlos die Frohbotschaft zu verkünden.

Hl. Kamillus von Lellis (g)

Priester, Ordensgründer

Kamillus von Lellis früh verwaist und ohne gute Erziehung aufgewachsen, war Soldat in den Türkenkriegen. Unter der Leitung von Philipp Neri reifte er und durfte die Priesterweihe empfangen. Er gründete einen Orden für die Pflege von körperlich und psychisch Kranken. + 1614.

Kyrie

Christus, du hast dich zum Diener aller gemacht. Herr, erbarme dich.
Du sendest Menschen, dein Evangelium zu verkünden. Christus, erbarme dich.
Du bekennst dich vor dem Vater im Himmel zu uns. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du hast den Aposteln, die mit Maria, der Mutter Jesu, versammelt waren, den Heiligen Geist gesandt. Auf ihre Fürsprache mache uns fähig, dir in Treue zu dienen du deine Herrlichkeit in Wort und Tat zu verkünden. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 6,1–8

Die Berufung des Jesaia

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er sass auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus. Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füsse und mit zwei flogen sie. Sie riefen einander zu:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt. Die Türschwellen bebten bei ihrem lauten Ruf und der Tempel füllte sich mit Rauch.

Da sagte ich: Weh mir, ich bin verloren. Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen und meine Augen haben den König, den Herrn der Heere, gesehen.

Da flog einer der Serafim zu mir; er trug in seiner Hand eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen Mund und sagte: Das hier hat deine Lippen berührt: Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt.

Danach hörte ich die Stimme des Herrn, der sagte: Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen? Ich antwortete: Hier bin ich, sende mich!

Die Berufungsvision des Jesaia

Jesaia ist von Haus aus kein Mystiker. Doch Gott selbst offenbart sich ihm; die Herrlichkeit Gottes macht Jesaja zu einem Ergriffenen. Als Reaktion spürt er seine menschliche Unzulänglichkeit und Sündhaftigkeit. Er wird gereinigt. Er empfängt von Gott her Sendung und Vollmacht als Prophet. – Diese Berufungsvision spricht die Bildsprache ihrer Zeit (8. Jahrh. vor Chr.); sie bezeugt einen erstaunlichen Sinn für die überwältigende Transzendenz Gottes. Die Heiligkeit Gottes fasziniert Jesaia und lässt ihn gleichzeitig zu einem Propheten werden, dem die eigene Schwäche bewusst ist und der die gottwidrige, soziale Ungerechtigkeit im Land anprangert.

Antwortspalm

Psalm 93,1–2.5


R: Der Herr ist König, er ist mit Hoheit bekleidet.


Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit;
der Herr hat sich bekleidet
und mit Macht umgürtet.
Der Erdkreis ist fest gegründet,
nie wird er wanken.

Dein Thron steht fest von Anbeginn,
du bist seit Ewigkeit.
Fluten erheben sich, Herr,
Fluten erheben ihr Brausen,
Fluten erheben ihr Tosen.

Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser,
gewaltiger als die Brandung des Meeres,
ist der Herr in der Höhe,
Deine Gesetze sind fest und verlässlich;
Herr, deinem Haus gebührt Heiligkeit
für alle Zeiten.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wenn man euch um des Namens Christi willen beschimpft, seid ihr seligzupreisen; denn der Geist Gottes ruht auf euch.. Halleluja.

Evangelium

Mt 10,24–34

Aufforderung zum furchtlosen Bekenntnis (Fortsetzung)

Jesus sagte zu den Aposteln: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Offen und furchtlos sprechen

Matthäus hat zuvor die Bestellung der Apostel und ihre Aussendung geschildert, er führt nun die Anweisungen für die Missionsarbeit weiter. Sie ist ein Dienst. Sie stösst auf Widerstand. Doch die Frohbotschaft ist furchtlos publik zu machen. Wer auf der Seite Gottes steht, hat nichts zu fürchten, nicht einmal den leiblichen Tod. Problematisch ist nicht das Aufkommen von Widerstand oder das Scheitern. Ein grosses Problem ist es aber, wenn der Christ oder die christliche Gemeinschaft sich der Verkündigung des wahren Evangeliums verschliesst oder wenn sie den Dienst der Verkündigung in ein Mittel zum Macht¬gewinn umfunktioniert.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Meister der Apostel. Wir bitten dich:

  • Für die Priester und Ordensleute: Lass sie das rechte Wort finden und furchtlos verkünden.
  • Für die Behörden: Lass sie ihren Dienst unparteiisch und gerecht leisten.
  • Für alle, die in der Kirche freiwillig arbeiten: Erhalte ihnen die Freude an ihrem Dienst.
  • Für uns selber: Stärke unseren Willen, durch unsere Leben für dich Zeugnis zu geben.

Gott, du willst das Heil aller Menschen und schenkst die Gnade der Berufung. Nimm von uns die Furcht vor der Macht des Bösen und schenke uns Vertrauen in deinen Beistand. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, du hast uns mit reichen Gaben beschenkt. Lass uns in der Danksagung verharren und einst die Fülle des Heils erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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