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Gotteswort

14. August 2018


Dienstag der 19. Woche im Jahreskreis

Wenn das persönliche Leben und das soziale Zusammenleben glücken sollen, ist eine angemessene Lebensordnung unverzichtbar. In der ersten Lesung muss sich Ezechiel eine Buchrolle (Sinnbild für die göttliche Lebensweisung) einverleiben. Was ihm zuerst anwidert, bekommt ihm dann über Erwarten gut. Im Evangelium beginnt ein Abschnitt, der als „Gemeinderegel“ des Matthäus bezeichnet wird.

Hl. Maximilian Maria Kolbe (G)

Ordenspriester, Märtyrer

Maximilian Kolbe, ein polnischer Franziskanerpriester, widmete sich speziell dem Presseapostolat. Die Nazis verschleppten ihn in das Konzentrationslager. In Auschwitz opferte er sein Leben freiwillig, weil sonst ein Familienvater in die Todeszelle gekommen wäre. + 1941.

Kyrie

Christus, Du liebst einfache Menschen. Herr, erbarme dich.
Du suchst ein verirrtes Schaf. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass keiner der einfachen Menschen verloren geht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, in deiner Kraft hat der heilige Maximilian Maria Kolbe die Qualen des Martyriums ausgehalten und sein Leben für den Bruder in Christus hingegeben. Sieh auf unsere Schwachheit und gib uns die Kraft, deine Wahrheit und deine Liebe in unserem Leben und Sterben zu bezeugen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Ez 2,8–3,4

Die Sendung Ezechiels

Du aber, Menschensohn, höre, was ich zu dir sage. Sei nicht widerspenstig wie dieses widerspenstige Volk! Öffne deinen Mund und iss, was ich dir gebe. Und ich sah: Eine Hand war ausgestreckt zu mir; sie hielt eine Buchrolle. Er rollte sie vor mir auf. Sie war innen und aussen beschrieben und auf ihr waren Klagen, Seufzer und Weherufe geschrieben.

Er sagte zu mir: Menschensohn, iss, was du vor dir hast. Iss diese Rolle! Dann geh und rede zum Haus Israel! Ich öffnete meinen Mund und er liess mich die Rolle essen. Er sagte zu mir: Menschensohn, gib deinem Bauch zu essen, fülle dein Inneres mit dieser Rolle, die ich dir gebe. Ich ass sie und sie wurde in meinem Mund süss wie Honig. Er sagte zu mir: Geh zum Haus Israel, Menschensohn, und sprich mit meinen Worten zu ihnen!

Das Wort Gottes in einem menschlichen Wort

Die Berufung Ezechiels zum Propheten ist mit der Vision eines Buches verbunden. Vor Ezechiel empfingen die Propheten ihren Auftrag durch ein Wort, er empfängt ihn durch ein Buch. Er, der sich zuerst sträubt, soll sich dabei aktiv beteiligen, indem er das Buch isst und sich einverleibt. Fortan soll das geschriebene Wort Gottes (die heilige Schrift) in einem Vorgang der Verinnerlichung als menschliches Wort für die Verkündigung bereitet werden. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 119,14.24.27.103.111.131


R: Herr, wie köstlich ist deine Verheissung.


Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als grosser Besitz.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
mehr als grosse Mengen von Gold und Silber.
Wie köstlich ist für meinen Gaumen
deine Verheissung,
süsser als Honig für meinen Mund.

Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil;
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab‘ ich Verlangen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig. Halleluja.

Evangelium

Mt 18,1–5.10.12–14

Der Rangstreit der Jünger – Warnung vor Verführung und Verachtung von Jüngern – Gleichnis vom verlorenen Schaf

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Grösste? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Grösste.

Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.

Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

Umgang mit Schwachen

Die frühen Christen haben die Aussprüche Jesu treu zu bewahren versucht. Wie das heutige Evangelium zeigt, wurden verschieden Worte Jesu in kleine Erzählungen eingebaut, um sie sie gut im Gedächtnis zu erhalten. So beginnt heute bei Matthäus die Rede über das „Leben in der Gemeinde“. Es werden einfache Tugenden für das alltägliche Zusammenleben nahe gelegt. Heutzutage stehen sie nicht hoch im Kurs, aber was Jesus empfiehlt ist uns angenehmer als das gegenteilige Verhalten. Zur Zeit des Matthäus gab es in Schwierigkeiten in den Gemeinden, auch Lieblosigkeiten gegen die „Kleinen“. Darüber spricht der zweite Teil des heutigen Evangeliums.

Fürbitten

Christus, du hast ein Kind als Vorbild vorgestellt:

  • Erhalte in der Kirche den Sinn für die Einfachheit und für ein kindliches Gottvertrauen.
  • Du warnst davor, einfache Menschen zu verachten. Stärke alle, die für die Schwachen arbeiten.
  • Du bist der gute Hirt. Steh allen bei, die in der Seelsorge oder in der Caritas tätig sind.
  • Du sprichst von der wahren Grösse. Bewahre uns selber vor Einbildung und Selbstüberschätzung.

Christus, du hast dich für die Schwachen und die Kleinen eingesetzt. Bewahre uns vor Überheblichkeit und sei der gute Hirt aller. Wir danken dir dafür und preisen dich, jetzt und in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, wir haben den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Das heilige Sakrament bringe uns Heil, es erhalte uns in der Wahrheit und sei unser Licht in der Finsternis. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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