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Gotteswort

14. Oktober 2018


28. Sonntag im Jahreskreis

Im Evangelium findet sich ein Mann unter den Augen Jesu mit der Frage nach den wahren Werten konfrontiert. Zu dieser Frage verweisen die erste und zweite Lesung auf Gottes Weisheit und Gottes Wort.

Kyrie

Christus, Du bist Gottes Weisheit. Herr, erbarme dich.
Du bist Gottes lebendiges Wort. Christus, erbarme dich.
Du führst uns zum ewigen Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns, damit wir dein Wort im Herzen bewahren und immer bereit sind, das Gute zu tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unser Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Weish 7,7–11

Die Gottesgabe der Weisheit

Daher betete ich und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm. Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. Zugleich mit ihr kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.

Weisheit

Der Autor des Weisheitsbuches lebt in Alexandrien. In dieser Weltstadt, einer Metropole des Wissens, des Reichtums und Fortschritts, zählen riechische Ideale: der Reichtum, der Glanz des Lichtes und der Schönheit. Für den Autor ist es wichtig, zu unterscheiden. Wichtiger als diese griechischen Ideale (mit denen er sympathisiert) ist die Weisheit, die in einer tiefen Übereinstimmung mit Gott besteht und die alles gleichsam mit den Augen Gottes sieht.

Antwortspalm

Psalm 90,12–17


R: Stärke uns mit deinem Erbarmen, und unser Herz wird sich freuen.


Unsre Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
Herr, wende dich uns doch endlich zu!
Hab Mitleid mit deinen Knechten!

Sättige uns am Morgen mit deiner Huld!
Dann wollen wir jubeln
und uns freuen all unsre Tage.
Erfreue uns so viele Tage, wie du uns gebeugt hast,
so viele Jahre, wie wir Unglück erlitten.

Zeig deinen Knechten deine Taten
nd ihren Kindern deine erhabene Macht!
Es komme über uns
die Güte des Herrn, unsres Gottes.
Lass das Werk unsrer Hände gedeihen,
ja, lass gedeihen das Werk unsrer Hände!

2. Lesung

Hebr 4,12–13

Gottes Wort als Verheissung

Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloss vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.

Wort Gottes

Im Hebräerbrief hören wir ein fast hymnisches Lob auf das Wort Gottes. Es ist mehr als eine dürre Theorie. Es ist lebendig und voll Kraft. Es begegnet in der Person von Jesus Christus. Die Folge ist eine messerscharfe Unterscheidung zwischen persönlichen Werten und Haltungen, die in Harmonie mit Jesus stehen und andern, die im Widerspruch zu ihm stehen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja, Halleluja. Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

Evangelium

Mk 10,17–30

Von Reichtum und Nachfolge

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut ausser Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein grosses Vermögen. Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.

Da sagte Petrus zu ihm: Du weisst, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

Mehr als Moral

Ein rechtschaffener und pflichtbewusster Mann erwartet vom Rabbi Jesus eine präzise Auslegung des Gesetzes. – Jesus schätzt die gute Art des Mannes und ihn selbst. Er lädt ihn aber zu Grösserem ein. Nicht zu mehr Moralwissen, sondern zum Schritt in eine neue Welt, nämlich in seine Nachfolge. Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Dann werden die Besitztümer, d. h. alles was uns besetzt, unwichtig und dürfen uns nicht mehr in Beschlag nehmen. Jesus verurteilt den Mann nicht. Gott kann ihn retten. Petrus und die Urkirche haben das Thema der Armut weiter entwickelt. Sie machten die Erfahrung, dass ein erfülltes Leben nicht von materiellen Gütern abhängt.

Fürbitten

Christus, du kennst die Gedanken der Menschen_

  • Wecke in deiner Kirche den Sinn für die Kraft des Wortes Gottes.
  • Schenke den Verantwortlichen den Geist der Unterscheidung.
  • Mache Wohlhabende und Erfolgreiche solidarisch mit den Schwächeren.
  • Schenke den Politikern die Gabe der Weisheit, damit sie dem allgemeinen Wohl dienen.
  • Bewahre uns selber vor einem Besitzdenken, das uns in Beschlag nimmt.
  • Öffne unseren Verstorbenen das Tor des ewigen Lebens.

Himmlischer Vater, wir vertrauen auf deine Güte. So bewahre uns stets in deinem Frieden. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes. Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil am göttlichen Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn

 
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