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Gotteswort

15. Oktober 2018


Montag der 28. Woche im Jahreskreis

Beide Lesungen des Tages setzen den Akzent auf Kernfragen des christlichen Glaubens: auf die innere Freiheit und auf Christus, der sie geschenkt hat. Weise ist, wer dies mit Augen des Glaubens sieht; töricht ist, wer nach Zauberzeichen ausschaut oder Gesetzen überbewertet.

Hl. Theresia von Jesus (von Ávila) (G)

Ordensfrau, Kirchenlehrerin

Theresia hat im Karmelitinnenkloster von Avila recht weltlich gelebt, bis sie etwa 40jährig im Gedanken an das Leiden Christi entschieden den Weg zur Vollkommenheit einschlug. Sie reformierte in der Folge den Orden und gründete trotz dauernder Schwierigkeiten zahlreiche Klöster. Jetzt erklärt die mystisch Begabte: „Dios solo basta!“ Wegen ihres Schrifttums wurde diese Frau zur Kirchenlehrerin erklärt. Sie erklärt den Aufstieg der Seele zu Gott auf verschiedenen Stufen und bis zur höchsten mystischen Nähe. + 1582.

Kyrie

Christus, du befreist aus aller Not. Herr, erbarme dich.
Du bist von den Toten erstanden. Christus erbarme dich.
Du bist Gottes Weisheit. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast die heilige Theresia von Jesus durch deinen Geist erweckt und sie der Kirche als Lehrmeisterin des Weges zur Vollkommenheit geschenkt. Gib, dass wir in ihren Schriften Nahrung für unser geistliches Leben finden. Durchdringe uns mit der Gewissheit, dass du allein genügst, und entzünde in uns das Verlangen nach Heiligkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gal 4,22–24.26–27.31.5,1

Zwei Stammbäume

In der Schrift wird gesagt, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien. Der Sohn der Sklavin wurde auf natürliche Weise gezeugt, der Sohn der Freien aufgrund der Verheissung.

Darin liegt ein tieferer Sinn: Diese Frauen bedeuten die beiden Testamente. Das eine Testament stammt vom Berg Sinai und bringt Sklaven zur Welt; das ist Hagar –
Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. Denn es steht in der Schrift

Freu dich, du Unfruchtbare, die nie geboren hat,brich in Jubel aus und jauchze, die du nie in Wehen lagst! Denn viele Kinder hat die Einsame, mehr als die Vermählte.


Daraus folgt also, meine Brüder, dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien.
Christus hat uns befreit, und nun sind wir frei. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen.

Die Freiheit der Christen

Paulus argumentiert wie ein jüdischer Schriftgelehrten mit einem Vergleich. Abraham hatte zwei Söhne, einen unfreien Sohn von seiner Sklavin Hagar, und einen freien Sohn von seiner Frau Sara. Für Paulus versinnbildet Hagar das alte Jerusalem, Sara dagegen das neue, von Christus befreite Jerusalem. Als Christen stehen wir nicht als Unfreie unter dem alten Gesetz; wir sind frei, denn Christus hat uns befreit. Die Galater sollen sich also nicht wieder unnötigen Gesetzen unterwerfen.

Antwortspalm

Psalm 113, 1–5a.6–7


R: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit.


Lobet, ihr Knechte des Herrn,
lobt den Namen des Herrn!
Der Name des Herrn sei gepriesen
von nun an bis in Ewigkeit.

Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang
sei der Name des Herrn gelobt.
Der Herr ist erhaben über alle Völker,
seine Herrlichkeit überragt die Himmel.

Wer gleicht dem Herrn, unserm Gott,
der in der Höhe thront,
der hinabschaut in die Tiefe,
der den Schwachen aus dem Staub emporhebt
und den Armen erhöht, der im Schmutz liegt?

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Öffne. Herr, unser Herz, und wir werden die Botschaft deines Sohnes annehmen. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,29–32

Die Verweigerung eines Zeichens

Als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte Jesus: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.

Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.

Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

Das Zeichen des Menschensohnes

Die Scharen möchten ein „Zeichen vom Himmel“ sehen. Jesus aber ruft zur Bekehrung auf, wie einst der Prophet Jona. – Die Christen verstehen das „Zeichen des Jona“ als Vorausbild für Tod, Absteigen in die Unterwelt und Auferstehung Christi. – Christus ist weiser als Salomo (der die beste Seite Israels repräsentiert). Er ist Gottes Weisheit. In diesem Sinn ist weise, wer sich auf das Geheimnis der Liebe Gottes einlässt. Dies setzt eine neue Sicht, also eine echte Bekehrung zum Weg Jesu und damit zur Liebe voraus. Würde umgekehrt Gott zum Zeichen für uns seinen Namen an den Himmel schreiben, wären wir gezwungen zu glauben (Frisque). Gott will nicht den Zwang, sondern die Liebe.

Fürbitten

Christus, der Vater hat dich gesandt als unsern Erlöser. Wir bitten dich:

  • Für die Kirche, dass sie ihre Hoffnung allein auf dich setzt.
  • Für die Behörden, dass sie die innere und äussere Freiheit des Volkes fördern.
  • Für alle, die unter der Last des Lebens leiden: Schenke ihnen innere Freiheit.
  • Für uns selber, dass wir von ganzem Herzen deinen Tod und deine Auferstehung feiern.

Barmherziger Gott, du wirkst auch heute unser Heil durch das Lebensopfer deines Sohnes, den du aus dem Grab erweckt hast. Wir danken dir und preisen dich, im Heiligen Geist, durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du hast deine Gemeinde mit dem Brot des Himmels gestärkt. Gib, dass wir in der Danksagung verharren und mit der heiligen Theresia die Werke deines Erbarmens in Ewigkeit preisen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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