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Gotteswort

16. April 2019


Dienstag der Karwoche

Jesus wird von einem Jünger verraten und dem Tod überliefert. Doch das ist nur möglich, weil sich, auf einer höheren Ebene, Gott in der Person seines Sohnes selber für das Leben der Welt hingeben will. Er schont sich nicht. Gott ist von Ewigkeit her Hingabe, ist Liebe und ist Geist. Das soll sich auch im Dienst der Jünger spiegeln.

Kyrie

Christus, Menschensohn, in dir wird Gott verherrlicht. Herr, erbarme dich.
Ein Jünger hat dich verraten. Christus, erbarme dich
Du bist das Licht der Völker. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, hilf uns, das Gedächtnis des Leidens Christi so zu begehen, dass wir von dir Verzeihung erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 49,1–6

Das zweite Lied vom Gottesknecht

Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoss meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt.

Er machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zum spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher. Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.

Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan. Aber mein Recht liegt beim Herrn und mein Lohn bei meinem Gott.

Jetzt aber hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt und mein Gott war meine Stärke.

Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

Berufung und universale Sendung des Gottesknechtes

Die gestrige Lesung über Berufung und Sendung des Gottesknechtes (Israel in Babylon) wird weitergeführt. Der Knecht sammelt Israel und spricht nunmehr im Auftrag Jahwes die Völker an. Sein Auftrag ist hart und wird von andern als verletzend empfunden. Aber als Dienst vor Gott ist er eine Ehre und bringt Licht auch für die anderen Völker. – Christus, den Gott von Anfang an „erwählt“ hat, wird die Sendung als „Knecht“ (griech.: „pais“, was auch Sohn bedeutet) übernehmen und voll erfüllen.

Antwortspalm

Psalm 71,1–3.5–6.15.17


R: Mein Mund soll künden von deiner Gerechtigkeit.


Herr, ich suche Zuflucht bei dir.
Lass mich doch niemals scheitern!
Reiss mich heraus
und rette mich in deiner Gerechtigkeit,
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,
zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen;
denn du bist mein Fels und meine Burg.

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,
meine Hoffnung von Jugend auf.
Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,
vom Mutterschoss an bist du mein Beschützer;
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden
und von deinen Wohltaten sprechen
den ganzen Tag;
denn ich kann sie nicht zählen.
Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf
und noch heute verkünde ich
dein wunderbares Walten.

Ruf vor dem Evangelium

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit! Sei gegrüsst, unser König: Dem Vater gehorsam, lässt zum Kreuze du dich führen wie ein sanftes Lamm, das man zur Schlachtbank führt. Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

Evangelium

Joh 13,21–33.36–38

Im Abendmahlssaal: der Verräter – der Menschensohn – Worte an Petrus

Nach diesen Worten war Jesus im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte. Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche. Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?

Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.

Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn.

Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald! Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte. Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.


Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.

Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.


Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.

Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben. Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

Im Abendmahlssaal wird es dunkel

Nachdem Jesus den Jüngern die Füsse gewaschen hat, kündigt er den Verrat des Judas und die Verleugnung durch Petrus an. Es wird „Nacht“. Jesus selbst ist zutiefst erschüttert; er ermächtigt Judas zu seinem Tun (womit die Passion beginnt); gleichzeitig verkündet er, eine göttliche Ruhe wahrend, dass in der Paschanacht Licht aufstrahlen werde. Wie schon zuvor erklärt er, dass die Stunde der Passion auch die Stunde der Verherrlichung von Vater und Sohn sein werde. Die Jünger sind ratlos und verstehen ihn falsch.

Fürbitten

Christus, du hast dein Leben für uns hingegeben. Wir bitten dich:

  • Für alle Getauften: Verzeihe ihnen, wenn sie dich verraten oder verleugnen.
  • Für dein Volk: Erwecke ihm Berufe für den priesterlichen Dienst.
  • Für die Ordensleute: Stärke sie in ihrem Dienst und lass sie ein gutes Beispiel geben.
  • Für uns selber: Zeige uns, dass der Weg des Kreuzes zum Licht führt.

Barmherziger Gott, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf deinen Sohn, der für uns den bitteren Tod auf sich genommen hat. So bitten wir, im Heiligen Geist durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du hast uns in diesem Mahl die Gabe des Heils geschenkt. Dein Sakrament gebe uns Kraft in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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