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Gotteswort

16. Mai 2018


Mittwoch der 7. Osterwoche

In beiden Lesungen dieses Tages klingt das Motiv der Hirtensorge an. Jesus bekennt vor seinem Vater, dass er die Seinen gehütet hat, damit keiner verloren gehen. Paulus ermahnt die Ältesten der Kirche von Ephesus, unter Berufung auf die Lebenshingabe Jesu, zu einem achtsamen Hirtendienst.

Hl. Johannes Nepomuk (g)

Priester, Märtyrer

Johannes Nepomuk war Generalvikar des Bischofs von Prag. In einer Auseinandersetzung zwischen König und Erzbischof wurde Johann gefoltert und in der Moldau ertränkt. Vierzig Jahre später wird berichtet, der König habe den Bruch des Beichtgeheimnisses erzwingen wollen. Der Heilige wird als Brückenheiliger und als Patron der Beichtväter verehrt. + 1393.

Kyrie

Christus, du betest für die Treue der Jünger. Herr, erbarme dich.
Du betest um die Heiligung der Jünger. Christus, erbarme dich.
Du sendest die Jünger in die Welt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, du versammelst deine Kirche im Heiligen Geist. Gib, dass sie dir von ganzem Herzen dient und in aufrichtiger Liebe die Einheit bewahrt. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 20,28–38

Aus der Abschiedsrede des Paulus in Milet

Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat. Ich weiss: Nach meinem Weggang werden reissende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen. Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.

Seid also wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen. Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.

Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt; ihr wisst selbst, dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter diese Hände hier gearbeitet haben. In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich auf diese Weise abmühen und sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.

Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen. Und alle brachen in lautes Weinen aus, fielen Paulus um den Hals und küssten ihn; am meisten schmerzte sie sein Wort, sie würden ihn nicht mehr von Angesicht sehen. Dann begleiteten sie ihn zum Schiff.

Zweiter Teil der Abschiedsrede des Paulus

Paulus zeichnet vor den Ältesten von Ephesus ein anspruchsvolles Bild ihres Amtes als Vorsteher und Hirten. Ihre Sendung leitet sich ab vom Heilswillen Gottes, des Vaters, nimmt Mass an Jesus Christus, der sein Blut für uns vergossen hat, und steht unter der Führung des Heiligen Geistes. Paulus gibt ein Vorbild eines christusgemässen Verhaltens, auch inmitten von Prüfungen.

Antwortspalm

Psalm 68, 29–30b.32b–36


R: Singt für Gott, singt und spielt für den Herrn.


Biete auf, o Gott, deine Macht,
die Gottesmacht, die du an uns erwiesen hast,
von deinem Tempel aus, hoch über Jerusalem.
Könige kommen mit Gaben.
Kusch erhebt zu Gott seine Hände.

Ihr Königreiche der Erde, singt für Gott,
singt und spielt für den Herrn,
der dahinfährt über den Himmel, den uralten Himmel,
der seine Stimme erhebt, seine machtvolle Stimme.

Preist Gottes Macht!
Über Israel ragt seine Hoheit empor,
seine Macht ragt bis zu den Wolken.
Gott in seinem Heiligtum ist voll Majestät, Israels Gott;
seinem Volk verleiht er Stärke und Kraft.
Gepriesen sei Gott.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Dein Wort, o Herr, ist Wahrheit; heilige uns in der Wahrheit! Halleluja.

Evangelium

Joh 17,6a.11b–19

Jesu Fürbitte für die Jünger

In jener Zeit erhob Jesus die Augen zum Himmel und betete: Vater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, ausser dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.

Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

Aus dem „hohenpriesterlichen“ Gebet Jesu

Jesus legt vor dem Vater Rechenschaft ab über sein Heilswerk. Seine Hirtensorge galt den Jüngern. Er bittet den Vater, die Jünger zu „heiligen“ (dieser Ausdruckt stammt aus dem liturgischen Opferdienst). Sie sollen in die Wahrheit der Gotteskindschaft eintreten. Diese Weihe trennt nicht von der Menschenwelt, für die Jesus gestorben ist. Jesus überträgt seinen Jüngern die eigene Heilssendung.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du willst uns das Leben schenken:

  • Bewahre die Glaubenden vor dem Bösen und vollende in ihnen deine Liebe.
  • Steh den Hirten der Kirche bei, dass sie ihren Dienst treu erfüllen können.
  • Führe die jungen Völker zu einer Sozialordnung aus dem Geist des Evangeliums.
  • Hilf uns selber, damit wir frohen Herzens Gott und den Nächsten dienen.

Heiliger Gott, erfülle uns mit der Kraft des Heiligen Geistes. Denn wo der Geist wohnt, muss das Böse weichen, können Liebe und Freude wachsen und fruchtbar werden. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, durch die Teilnahme an den heiligen Geheimnissen reinigst du uns von Schuld und schenkst uns überreiche Gnade. Mache uns fähig, dieses grosse Geschenk immer neu zu empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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