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Gotteswort

16. Juni 2018


Samstag der 10. Woche im Jahreskreis

Lesung und Evangelium warnen heute vor Halbheiten und falschen Kompromissen. Wer Gott sucht, wird nicht auf halbem Weg stehen bleiben. Wer sich in seine besondere Nachfolge berufen fühlt, wird diese Berufung nicht auf das Eis legen. Wer mit andern im Frieden leben will, muss vor- und nachgeben können, darf aber den Frieden nicht mit faulen Kompromisse sichern wollen.

Hl. Benno (g)

Bischof von Meissen

Benno war Bischof von Meissen, soll sich für das geistliche und zeitliche Wohl des Bistums und für die Bekehrung der Heiden eingesetzt haben. + 1106.

Kyrie

Herr Jesus Christus, du bist Gottes Ja zu den Menschen. Herr, erbarme dich.
Du lehrst uns Ja zu sagen zu dir und deiner Botschaft. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns, Nein zu sagen zu allem, was böse ist. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr und Gott, auf die Fürsprache der jungfräulichen Mutter Maria schenke uns die Gesundheit des Leibes und das Heil der Seele. Nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit und führe uns zur ewigen Freude. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Kön 19,19–21

Die Berufung Elischas

Als Elija von dort weggegangen war, traf er Elischa, den Sohn Schafats. Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen und er selbst pflügte mit dem zwölften. Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn. Sogleich verliess Elischa die Rinder, eilte Elija nach und bat ihn: Lass mich noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuss geben; dann werde ich dir folgen. Elija antwortete: Geh, aber komm dann zurück! Bedenke, was ich an dir getan habe. Elischa ging von ihm weg, nahm seine zwei Rinder und schlachtete sie. Mit dem Joch der Rinder kochte er das Fleisch und setzte es den Leuten zum Essen vor. Dann stand er auf, folgte Elija und trat in seinen Dienst.

Elischa wird Nachfolger des Elija

Wie Mose auf Befehl Gottes den Josua zum Nachfolger bestimmte, so bestimmt der Prophet Elija den Elischa zum Nachfolger. Unerwartet und nicht auf eigenen Wunsch wird Elischa durch eine symbolische Handlung zum Propheten bestellt. Er nimmt an. Der Meister gewährt ihm, nur widerwillig und nur kurzfristig, einen Aufschub. Auch Jesus wird seinen Jüngern sagen, dass sie nicht zurückschauen, sondern ihm ohne Zögern folgen sollen. Doch Jesus schenkt zugleich eine unerwartete Erfüllung, indem er die Jünger zu Freunden macht. (Joh 15,15)

Antwortspalm

Psalm 16,1–2a.5.7–10


R: Du, Herr, bist mein Erbe und Anteil


Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr.»
Du, Herr, gibst mir das Erbe
und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz
und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis;
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern! Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Halleluja.

Evangelium

Mt 5,33–37

Vom Schwören

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füsse, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des grossen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiss oder schwarz machen.

Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Wahrhaftigkeit nicht nur im Ausnahmefall

Für Jesus soll das Wort der Menschen aus der inneren Wahrhaftigkeit des Menschen stammen. Wenn dieser seinen Weg in Treue und Ehrlichkeit vor Gott geht, muss er nicht eine zusätzliche Garantie einbauen. Er soll Gott nicht (auch nicht mit einer Umschreibung des Gottesnamens) durch einen Schwur zum Zeugen machen wollen, auch nicht in Form einer Selbstverwünschung („bei meinem Haupt“). In der Tradition (und schon in der Bibel) läuft unter bestimmten Bedingungen doch auch eine Praxis des Schwörens weiter.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du bist der treue Zeuge und berufst in deine Nachfolge:

  • Mache die Boten des Evangeliums zu treuen und wahrhaftigen Zeugen.
  • Nimm die ängstliche Sorge um die Zukunft von den Schultern deiner Söhne und Töchter.
  • Festige in den Medienschaffenden den Sinn für die Wahrheit.
  • Gib, dass wir uns selber nicht mit halben Wahrheiten und falschen Kompromissen zufrieden geben.

Christus, du bist unser Herr und Bruder, du hast uns den Beistand verheissen, den Heiligen Geist. Er belebe die ganze Kirche und stärke sie für ihre Sendung. Darum bitten wir dich, der du lebst und herrschest, jetzt und in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Gütiger Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria haben wir das heilige Sakrament empfangen, Hilf uns, nach dem Beispiel ihres Glaubens und ihrer Liebe so zu leben, dass auch wir dem Werk der Erlösung dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.