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Gotteswort

16. September 2018


24. Sonntag im Jahreskreis

Wer ist Jesus? Warum ist er der wahre Gottesknecht? Was ist sein Geheimnis? Wie verhält sich der Glaube des Herzens zum äusseren Verhalten? Diese Fragen der heutigen Lesungen sind immer neu zu beantworten.

Eidgenössicher Dank-, Buss- und Bettag (g)

Kyrie

Christus, Menschensohn. Herr, erbarme dich.
Messias. Christus, erbarme dich.
Gekreuzigter Heiland. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott du Schöpfer und Lenker aller Dinge, sieh gnädig auf uns. Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen und die Macht deiner Liebe an uns erfahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unser Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 50,5–9a

Aus dem Lied vom Gottesknecht

Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiss, dass ich nicht in Schande gerate. Er, der mich freispricht, ist nahe. Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran. Seht her, Gott, der Herr, wird mir helfen. Wer kann mich für schuldig erklären?

Der vollkommene Jünger

Die heimgekehrten Exiljuden reflektieren ihre Erfahrung im dritten „Lied vom Gottesknecht“. Dieser Gruppe war ein offenes Ohr und die „Zunge von Jüngern“ geschenkt, damit sie andere prophetisch stärken konnte. Das brachte der Gruppe, die sich als „Gottesknecht“ versteht, harte Misshandlungen. Doch dieser „Knecht“ schöpft aus seinem Vertrauen in die künftige Hilfe Gottes eine unbeugsame Kraft. – Dieses Lied half den frühen Christen, die Passion Jesu theologisch zu deuten. Gott wird diesem „Knecht“ an Ostern aufhelfen.

Antwortspalm

Psalm 116, 1–6.8–9


R: So kann ich noch wandeln vor dem Herrn im Licht der Lebenden.


Ich liebe den Herrn;
denn er hat mein lautes Flehen gehört
und sein Ohr mir zugeneigt
an dem Tag, als ich zu ihm rief.

Mich umfingen die Fesseln des Todes,
mich befielen die Ängste der Unterwelt,
mich trafen Bedrängnis und Kummer.
Da rief ich den Namen des Herrn an:
«Ach Herr, rette mein Leben!»

Der Herr ist gnädig und gerecht,
unser Gott ist barmherzig.
Der Herr behütet die schlichten Herzen;
ich war in Not und er brachte mir Hilfe.

Ja, du hast mein Leben dem Tod entrissen,
meine Tränen (getrocknet),
meinen Fuss (bewahrt vor) dem Gleiten.
So gehe ich meinen Weg vor dem Herrn
im Land der Lebenden.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Halleluja.

Evangelium

Mk 8,27–35

Das Messiasbekenntnis des Petrus – Die erste Ankündigung von Leiden und Auferstehung – Von Nachfolge und Selbstverleugnung

Jesus ging mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.

Dann begann er, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe. Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

Wer ist Jesus?

Jetzt spricht Jesus nicht mehr in Gleichnissen. Er stellt Fragen. Die Antworten sind weniger klar. Die einen sehen in Jesus nur eine Art Vorläufer. Denken nicht auch heute viele Christen ähnlich? Wer Jesus ist und was er gebracht hat, wird als unbefriedigend aufgefasst, nicht sehr verschieden vom Werk anderer Religionsstifter. – Petrus geht einen Schritt weiter. Er bekennt Jesus als den erwarteten „Messias“. Doch Petrus denkt an einen politischen Messiaskönig. Jesus selber bezeichnet sich nicht als Messias, sondern als „Menschensohn“ (wie die himmlisch–irdische Gestalt bei Daniel heisst). Er kündet nun erstmals sein Leiden und die Auferstehung an. Petrus lehnt diese Vorstellung ab, worauf Jesus sehr scharf reagiert.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Messias. Wir bitten dich:

  • Für die Kirche: Stärke sie im Bekenntnis des Glaubens an dich, ihren auferstandenen Herrn.
  • Für die Glaubenden: Ermutige sie zu Achtung und tatkräftiger Liebe gegenüber den Armen.
  • Für alle Getauften: Mache sie bereit, dir auf dem Weg des Kreuzes zu folgen.
  • Für die Jungen: Lass sie mit dem Rat guter Menschen eine Arbeitsstelle finden.
  • Für die Trauernden: Richte sie auf im Glauben an dein Erhöhung.
  • Für uns selber: Lass uns allen Mitmenschen mit Achtung und Liebe begegnen.

Herr Jesus Christus, begleite die Kirche mit deiner Gnade und erleuchte sie, damit sie für die Würde aller Menschen einsteht und ihnen deine Liebe weiter schenkt. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir, dass du uns Anteil am Leib und Blut Christi gegeben hast. Lass nicht unser eigenes Streben Macht über uns gewinnen, sondern gib, dass die Wirkung dieses Sakramentes unser Leben bestimmt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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