Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

16. Oktober 2018


Dienstag der 28. Woche im Jahreskreis

Die Lesungen fordern die Echtheit von Glauben und religiöser Praxis. Paulus besteht darauf, dass der Glaube nicht von pseudoreligiösen Ängsten und Zwängen bestimmt sein darf. Jesus widerspricht einem äusseren Formalismus, der auf den Buchstaben von Vorschriften pocht und ihren Sinn ins Gegenteil verkehrt.

Hl. Hedwig von Andechs (g)

Herzogin von Schlesien

Hedwig, die Herzogin von Schlesien, stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs–Meran; sie war eine Tante der hl. Elisabeth von Thüringen. Geboren 1174, wurde sie dreizehnjährig mit dem Herzog Heinrich I. „dem Bärtigen“ von Schlesien vermählt. Ihr Leben war nicht rosig. Über ihre Familie und ihre heimatliche Burg Andechs kamen schreckliche Nachrichten zu ihr. In ihrer eigenen schlesischen Familie herrschte blutiger Streit. Hedwig begriff: „Man muss Gegensätze durch Gegensätze heilen“: den Hass durch die Liebe, die Schuld durch Sühne. So wurde Hedwig zur Büsserin, die buchstäblich mit nackten Füssen – auch im Winter – auf dem Boden der Wirklichkeit stand. In ihrer Askese ging sie bis an die Grenze der Selbstzerstörung. Dennoch war sie eine liebende Gattin, Mutter von sieben Kindern. Sie regierte durch ihren Rat und ihr Gebet; sie diente mit grosser Zuneigung den Armen und den Kranken. In Menschen und Dingen ehrte sie den anwesenden Gott. Nach dem Tod ihres Gatten 1238 zog sie sich in das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz bei Breslau zurück, wo sie streng nach der Regel lebte, ohne jedoch Profess abzulegen. Sie starb am 15. Oktober 1243. (Schott)

Hl. Gallus (g)

Mönch, Einsiedler, Glaubensbote am Bodensee

Gallus kam aus dem Kloster Bangor in Irland auf das Festland als Begleiter des Kolumban. Mit diesem gelangte er nach Tuggen (Bezirk March, Kt. Schwyz). Als die Mönche dort vertrieben wurden, wirkten sie am Bodensee. Wegen einer Krankheit weigerte sich Gallus, mit Kolumban nach Italien zu ziehen. Gallus leitete nun eine Einsiedelei am Ort der späteren Abtei St. Gallen. + um 640.

Hl. Margareta Maria Alacoque (g)

Ordensfrau

Margareta Maria Alacoque trat in das Kloster der Heimsuchung von Paray–le–Monial ein. Sie war mystisch begabt und förderte, von Jesuiten beraten, die Verehrung der grossen Liebe des Erlösers, der die Menschen von Herzen liebt. (Einführung des Herz–Jesu–Festes). + 1690.

Kyrie

Christus, du hast uns den Geist der Gotteskindschaft geschenkt. Herr, erbarme dich.
Du befreist uns von bedrückenden Ängsten und Zwängen. Christus, erbarme dich.
Du machst unseren Glauben fruchtbar in der Liebe. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Heiliger Gott, du liebst die Unschuld und schenkst sie dem Sünder zurück, der reumütig zu dir heimkehrt. Wende unser Herz zu dir und schenke uns neuen Eifer im Heiligen Geist, damit wir im Glauben standhaft bleiben und stets bereit sind, das Gute zu tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gal 5,1–6

Freiheit oder Knechtschaft

Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! Hört, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nützen.

Ich versichere noch einmal jedem, der sich beschneiden lässt: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten. Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.

Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens. Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam .

Im Geist und in der Liebe dienen

Die Galater waren in Sorge, ob sie vor Gott alles richtig machten. Paulus verkündet die Freiheit von Vorschriften des Gesetzes, deren Beobachtung uns angeblich vor Gott „gerecht“ machen könnte. Der Christ lässt sich nicht vom Buchstaben des Gesetzes, sondern vom Geist Christi leiten. In diesem Geist wird er aus Liebe dienstbereit, nicht eigennützig leben, gemäss dem Hauptgebot. Dies ist eine starke Herausforderung an die Freiheit auch der Christen, die heute vor vielen Zwängen der Umwelt stehen.

Antwortspalm

Psalm 119, 41.43–45.47–48


R: Herr, über uns komme deine Huld


Herr, deine Huld komme auf mich herab
und deine Hilfe, wie du es verheissen hast.
Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit!
Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide.

Ich will deiner Weisung beständig folgen,
auf immer und ewig.
Dann schreite ich aus auf freier Bahn;
denn ich frage nach deinen Befehlen.

An deinen Geboten habe ich meine Freude,
ich liebe sie von Herzen.
Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten;
nachsinnen will ich über deine Gesetze.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll. Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,37–41

Gegen religiösen Formalismus

Ein Pharisäer lud Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.

Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller aussen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äussere schuf, auch das Innere geschaffen?

Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.

Innere Gesinnung und äusseres Tun

Das Gottesbild Jesu ist anderes als das der Pharisäer. Sie meinen „gerecht“ zu sein, wenn sie äussere Vorschriften genau oder überexakt einhalten. Jesus wendet sich gegen einen äusseren Formalismus. Gott geht es vor allem um die innere Gesinnung. Jesus will aber nicht sagen, man könne es bei der guten Absicht belassen. Eine echte gute Absicht muss Früchte tragen. Jesus erwähnt das Almosen.

Fürbitten

Christus, du schenkst einen Glauben, der in der Liebe wirksam ist.

  • Erwecke Männer und Frauen, die Glauben und Liebe leben..
  • Zeige dich als Heiland und Erlöser von verängstigten Menschen.
  • Lehre die Gläubigen, dass Gott die Liebe ist und befreie sie von falschen Vorstellungen.
  • Gib uns selber die Kraft zu echter Dienstbereitschaft und Güte.

Barmherziger Gott, lenke unsere Schritte, wenn uns das eigene Leben oder das Zusammenleben mit den andern schwer vorkommen. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes. Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil am göttlichen Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren