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Gotteswort

17. September 2018


Montag der 24. Woche im Jahreskreis

Unbemerkt können wir uns über uns selber täuschen und bedürfen dann einer Kurskorrektur. Jesus stellt im Evangelium fest, dass er bei einem Heiden mehr Glauben findet als in Israel. Paulus muss seine Christengemeinde vor Spaltungen, vor Selbstgefälligkeit und Rücksichtslosigkeit warnen. Wer das Geheimnis Christi feiert, soll es auch leben.

Hl. Hildegard von Bingen (g)

Äbtissin, Mystikerin, Kirchenlehrerin, Gründerin von Rupertsberg und Eibingen

Hildegard gründete und leitete die Benediktinerinnenklöster von Bingen und Eibingen. Ihre Schriften bezeugen sie als begnadete Mystikerin, als Visionärin und Busspredigerin, als Frau von naturwissenschaftlichen und medizinischen Kenntnissen. + 1197.

Hl. Robert Bellarmin (g)

Ordenspriester, Bischof von Capua, Kirchenlehrer

Robert Bellarmin, Jesuit, Lehrer der Theologie in Rom, wurde Erzbischof von Capua und zeichnete sich durch Weitblick und soziale Haltung aus. Er wurde zum Kardinal erhoben und verfasst viele Schriften zu damals aktuellen theologischen Fragen, speziell auf dem Gebiet der nachreformatorischen Kontroversen. + 1621.

Kyrie

Christus, dein Wort heilt Seele und Leib. Herr, erbarme dich.
Du hast Leib und Blut für uns hingegeben. Christus erbarme dich.
Wir verkünden deinen Tod, bis du wiederkommst. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott. Du bist uns nahe, noch bevor wir zu dir kommen. Du bist bei uns, noch bevor wir uns aufmachen zu dir. Sieh deine Gemeinde, die auf dich schaut: Sieh unsere Sehnsucht nach Glück, unseren Willen zum Guten und unser Versagen. Erbarme dich unserer Armut und Leere. Fülle sie mit deinem Leben, mit deinem Glück, mit deiner Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Kor 11,17–26.33–34

Das Herrenmahl

Wenn ich schon Anweisungen gebe: Das kann ich nicht loben, dass ihr nicht mehr zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt.

Zunächst höre ich, dass es Spaltungen unter euch gibt, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt; zum Teil glaube ich das auch. Denn es muss Parteiungen geben unter euch; nur so wird sichtbar, wer unter euch treu und zuverlässig ist.

Was ihr bei euren Zusammenkünften tut, ist keine Feier des Herrenmahls mehr; denn jeder verzehrt sogleich seine eigenen Speisen, und dann hungert der eine, während der andere schon betrunken ist.

Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben.

Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe:

Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Wenn ihr also zum Mahl zusammenkommt, meine Brüder, wartet aufeinander! Wer Hunger hat, soll zu Hause essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Gericht. Weitere Anordnungen werde ich treffen, wenn ich komme.

Das Zusammenkommen zum Herrenmahl

Für Paulus ist das gottesdienstliche „Zusammenkommen“ der Gemeinde wichtig für ihr Wachstum. Er muss gewisse Leute kritisieren (vielleicht die Reichen, die ihr Haus für die Zusammenkunft öffneten). Wenn sie beim Liebesmahl, das in Korinth der eucharistischen Feier vorausging, selbstzufrieden schmausen, ohne auf die armen und sozial niedrigeren Teilnehmer Rücksicht zu nehmen, verfälschen sie das „Mahl des Herrn“. In Christus sind alle von gleicher Würde. Paulus ruft der Gemeinde die überlieferte Abendmahlsliturgie ins Gedächtnis. Sein sehr dichter Bericht ist älter als die Berichte der Evangelisten. Paulus betont hier die Verkündigung des Todes Christi, der für uns gelitten hat. Nach ihm hält die Gemeinde Ausschau. Paulus unterstreicht gleichzeitig, wie wichtig die Gemeinschaft ist.

Antwortspalm

Psalm 40,7–10.17


R: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, bis du kommst in Herrlichkeit.


An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme.

In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.
Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in grosser Gemeinde,
meine Lippen verschliesse ich nicht; Herr, du weisst es.

Alle, die dich suchen, frohlocken;
sie mögen sich freuen in dir.
Die dein Heil lieben, sollen immer sagen:
Gross ist Gott, der Herr.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Halleluja.

Evangelium

Lk 7,1–10

Der Hauptmann von Kafarnaum

Als Jesus diese Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten.

Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut.

Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und liess ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. Auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.

Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.

Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

Jesus, der heidnische Hauptmann und die Juden

Dieses Evangelium war in der jungen Kirche sehr aktuell. Gewisse Kreise lehnten die Aufnahme von unbeschnittenen Heiden in die Gemeinde ab. Nun beschämt der Glaube eines Heiden die Juden. Weil der Heide den Juden Gutes getan hat, legen sie Fürbitte für ihn ein. Juden und Heiden sollen lernen, sich gegenseitig zu schätzen. Der entscheidende Akzent liegt aber auf dem mit Autorität gesprochenen und heilbringenden Wort des Herrn.

Fürbitten

Christus, dein Wort hat einen Kranken geheilt. Wir bitten dich:

  • Stärke alle, die das Evangelium verkünden, mit den Gaben und der Kraft des Heiligen Geistes.
  • Öffne die Herzen der Glaubenden, damit der Samen des Wortes gute Früchte tragen kann.
  • Zeige den Männern und Frauen in sozialen Berufen, wie sie tatkräftig helfen können.
  • Stärke durch die Feier der Eucharistie unsern Sinn für die Gemeinschaft der Kirche.

Barmherziger Heiland, wir danken die für die Kraft deines Wortes und für die Gabe des Sakramentes. Dir sei Lob und Preis, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir, dass du uns Anteil am Leib und Blut Christi gegeben hast. Lass nicht unser eigenes Streben Macht über uns gewinnen, sondern gib, dass die Wirkung dieses Sakramentes unser Leben bestimmt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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