Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

18. April 2019


Hoher Donnerstag – Abendmahl des Herrn

Mit dem Gedächtnis des Abendmahles beginnt die Kirche am Vorabend des Karfreitags die Feier der „drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn“ (1. Karfreitag, 2. Karsamstag, 3. Ostern). Wenn in diesem Triduum je ein besonderer Aspekt im Mittelpunkt steht, wird doch das eine „österliche Geheimnis“ unserer Erlösung gefeiert.

Kyrie

Christus, du hast Beispiel und Gebot der Liebe gegeben. Herr, erbarme dich.
Du bist an diesem Abend von einem Jünger verraten worden. Christus, erbarme dich.
Du hast an diesem Abend das Sakrament der Eucharistie eingesetzt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, am Abend vor seinem Leiden hat dein geliebter Sohn der Kirche das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes anvertraut und das Gastmahl seiner Liebe gestiftet. Gib, dass wir aus diesem Geheimnis die Fülle des Lebens und der Liebe empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ex 12,1–8.11–14

Das Pascha

Der Herr sprach zu Mose und Aaron in Ägypten: Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen, er soll euch als der erste unter den Monaten des Jahres gelten.

Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am Zehnten dieses Monats soll jeder ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für jedes Haus. Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein, so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, nach der Anzahl der Personen. Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen, wie viel der Einzelne essen kann. Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein, das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen. Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren.

Gegen Abend soll die ganze versammelte Gemeinde Israel die Lämmer schlachten. Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern, in denen man das Lamm essen will. Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen.

So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füssen, den Stab in der Hand. Esst es hastig! Es ist die Paschafeier für den Herrn. In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr. Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage.

Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen. Feiert ihn als Fest zur Ehre des Herrn! Für die kommenden Generationen macht euch diese Feier zur festen Regel!

Das Paschamahl

Zum Pascha–Mahl wird das auserlesene und geopferte Osterlamm gegessen, zusammen mit ungesäuertem Brot und mit grünen Kräutern. Der Hausvater erzählt dabei die Befreiung aus Ägypten und bezieht so jede neue Generation erinnernd in die Befreiung Israels ein. Bei dieser Dankfeier stehen die Tischgenossen, denn sie sollen spüren, dass die Nachtwache beim Auszug aus Ägypten sie persönlich betrifft. – Jesus wollte sich selber und seine befreiende Tat in diese Feier einbringen.

Antwortspalm

Psalm 116,12–13.15–18


R: Der Kelch des Segens ist Teilhabe am Blut Christi.


Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.
Dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.
Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk,

2. Lesung

1 Kor 11,23–26

Die Feier des Herrenmahles

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe:

Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Der paulinische Abendmahlsbericht

Über das Abendmahl berichten auch Lukas, Markus und Matthäus, jeder mit leichten Differenzen, die auf die unterschiedliche liturgische Praxis in den Gemeinden zurückgehen. Die Evangelisten betonen die Rolle des Vorstehers der Feier. Der Bericht des Paulus differiert ebenfalls in Details. Er betont: die Verkündigung des Todes Jesu; die Gegenwart Jesu in der eucharistischen Wort- und Zeichenhandlung; die Rolle der Gemeinde.

Ruf vor dem Evangelium

So spricht der Herr: Ein neues Gebot gebe ich euch. Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.

Evangelium

Joh 13,1–15

Die Fusswaschung

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.

Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füsse zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.

Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füsse waschen? Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füsse waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füsse, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füsse zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.

Als er ihnen die Füsse gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füsse gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füsse waschen.

Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Die Fusswaschung

Bei Johannes steht an der Stelle des Abendmahls der Bericht über die Fusswaschung. Es ist, wie wenn er unterstreichen wollte, was der Ernstfall von Jesus und von den Christen fordert, nicht etwa nur ein Zeremoniell, sondern die bewusste Übernahme der Bereitschaft zum Dienst der Liebe, die niemand ausschliesst, nicht einmal einen Verräter. Wie das Abendmahl ist die Fusswaschung eine Vorausnahme und Darstellung dessen, was am Kreuz geschehen wird: dienende Liebe, Hingabe bis in den Tod. (Schott; Frisque)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast geliebt bis zum Äussersten:

  • Erneuere in deiner Kirche den Sinn für Einheit und Liebe.
  • Hilf Priestern und Gläubigen, deinen Tod und deine Auferstehung ehrfürchtig zu feiern.
  • Erwecke in einem Klima von Glauben und Freude priesterliche Berufe.
  • Erneuere unter allen Völkern den Sinn für Frieden und Gemeinschaft.
  • Lass alle Menschen Arbeit und ihr tägliches Brot finden.
  • Gib, dass wir selber die heilige Eucharistic dankbar und liebevoll feiern.

Gott, unser Vater, in deinem Sohn hast du uns deine göttliche Liebe geschenkt, damit wir sie weiterschenken. Wir danken dir und preisen dich heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns heute im Abendmahl deines Sohnes gestärkt. Sättige uns beim himmlischen Gastmahl mit dem ewigen Leben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren