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Gotteswort

18. Juli 2018


Mittwoch der 15. Woche im Jahreskreis

In den heutigen Lesungen stehen sich Machtpolitik und Wehrlosigkeit, intellektuelle oder legalistische Überheblichkeit und schlichte Offenheit für das Geheimnis Gottes gegenüber, das unser Begreifen übersteigt. Es wird klar, auf welcher Seite Gott und Jesus stehen.

Kyrie

Christus, du hast dich einfachen Menschen offenbart. Herr, erbarme dich.
Du hast den Vater im Himmel gepriesen. Christus, erbarme dich.
Dir hat der Vater alles übergeben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast in Christus allen Völkern deine Herrlichkeit geoffenbart. Behüte, was du in deinem Erbarmen an uns gewirkt hast: Lass deine Kirche auf der ganzen Erde im Glauben feststehen und deinen Namen loben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 10,5–7.13–16

Drohworte gegen Assur

Weh Assur, dem Stock meines Zorns! Es ist der Knüppel in meiner wütenden Hand. Gegen ein ruchloses Volk schicke ich ihn, auf die Nation, der ich zürne, lasse ich ihn los,damit er Beute erbeutet und raubt wie ein Räuber, sie zertritt wie den Staub auf den Strassen.

Doch Assur stellt es sich nicht so vor, sein Herz plant es anders, es hat nur Vernichtung im Sinn, die Ausrottung nicht weniger Völker.

Denn der König von Assur hat gesagt: Das alles habe ich mit meiner starken Hand und mit meiner Weisheit vollbracht; denn ich bin klug. Die Grenzen zwischen den Völkern habe ich aufgehoben, ihre Schätze geplündert, wie ein Held habe ich die Könige vom Thron gestossen. Wie man in ein Nest greift, so griff meine Hand nach dem Reichtum der Völker. Wie man verlassene Eier sammelt, so habe ich alle Länder der Erde gesammelt. Da war keiner, der mit den Flügeln schlug, keiner, der den Schnabel aufriss und piepste.

Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.

Darum schickt Gott, der Herr der Heere, den feisten Männern (von Assur) die Schwindsucht. Er entfacht ein Feuer unter Assurs Pracht, ein loderndes Feuer.

Wohin führt die Machtpolitik

Jesaja hat einen gewalttätigen Widerstand gegen Assur abgelehnt. Jetzt aber protestiert der junge Prophet gegen die Machtpolitik von Assur. Es kann sein, dass Gott Assur als Werkzeug des Zornes gegen das gottvergessene Israel einsetzt. Jesaja sieht aber voraus, dass Gott das machtbesessene Assur stürzen wird. Vielleicht kann man sagen, es liegt in der Ordnung Gottes, dass eine menschenverachtende Machtpolitik über sich selber zu Fall kommt.

Antwortspalm

Psalm 94,5–10.14–15


R: Der Herr wird sein Volk nicht verstossen.


Herr, sie zertreten dein Volk,
sie unterdrücken dein Erbteil.
Sie bringen die Witwen und Waisen um
und morden die Fremden.

Sie denken: Der Herr sieht es ja nicht,
der Gott Jakobs merkt es nicht.
Begreift doch, ihr Toren im Volk!
Ihr Unvernünftigen, wann werdet ihr klug?

Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat,
sollte der nicht sehen, der das Auge geformt hat?
Sollte der nicht strafen, der die Völker erzieht,
er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstossen
und niemals sein Erbe verlassen.
Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit;
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde; du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart. Halleluja.

Evangelium

Mt 11,25–27

Jesus dankt dem Vater.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Schlichte Menschen hören auf Jesus.

Zuvor hat Jesus die Städter am See von Galiläa verurteilt, weil sie ihn ablehnten. Jetzt preist Jesus seinen Vater, weil einfache Menschen den Zugang zu ihm und seiner Botschaft finden. Jesus geht einig mit seinem Vater, ja darf erklären, dass er Anteil am Wesen Gottes hat. – Wer sich dagegen etwas auf sein Wissen oder auf seine Gesetzesgerechtigkeit einbildet, ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er offen sein könnte für die Botschaft Jesu.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in dir offenbart sich der Vater. Wir bitten dich:

  • Für alle Diener der Kirche: Hilf ihnen, nicht gross zu tun, sondern den „kleinen Weg“ zu gehen.
  • Für die Politiker: Gib ihnen Sinn für die Not der Armen.
  • Für die Kinder: Schenke ihnen kluge und liebevolle Erzieher.
  • Für die Kontemplativen: Mach ihr Beten und Arbeiten zum Segen für die Menschen.

Heiliger Gott, du hast uns eingeladen, auf deine Vatergüte zu vertrauen. Höre auf unser Gebet und erhöre uns in jeder Not. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, du hast uns mit reichen Gaben beschenkt. Lass uns in der Dankbarkeit verharren und einst die Fülle des Heils erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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