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Gotteswort

19. Mai 2019


5. Sonntag der Osterzeit

Manchen kommt der Christenglauben überholt und veraltet vor. Für die frühe Christenheit dagegen brachte dieser Glauben ein unerhörtes Neuheitserlebnis (und manchmal wurden sie als „Neuerer“ verklagt, weil sie weder die jüdischen Gesetze noch die rituellen Gebräuche der Heiden einhielten). Worin das „Neue“ besteht, sagen die Lesungen.

Kyrie

Christus, Menschensohn in Gottes Herrlichkeit. Herr, erbarme dich.
Du gibst Gebot und Beispiel der Liebe. Christus, erbarme dich.
Du machst alles neu. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen. Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 14,21b–27

Organisation der neuen Gemeinden

Als Paulus und Barnabas in Derbe das Evangelium verkündet und viele Jünger gewonnen hatten, kehrten sie nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben fest zu halten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.

In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten. Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab.

Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte. Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

Missionsreise – Einzelkirche und Gesamtkirche

Lukas erzählt den historischen Vorgang der Gründung neuer Ortskirchen, die trotz harter Drangsale entstehen. Gleichzeitig macht Lukas bestimmte Elemente einer Theologie der Kirche deutlich: 1. Der Glaube der Christen wird gestärkt durch die Verkündigung des Wortes. 2. Die Gemeinde wird durch die Bestellung von „Ältesten“ konstituiert. Während jüdische Ortsgemeinden – isoliert voneinander – ihre Verantwortlichen selber wählen, nehmen Paulus und Barnabas diese Bestellung vor, durch Gebet und Handauflegung. 3. Die Ortskirche steht notwendig in einem Verbund mit der Gesamtkirche. Dies zeigt sich auch darin, dass die Missionsreise zurück zur Mutterkirche in Antiochia führt. Dort erklären Paulus und Barnabas, dass die Gnade Gottes sie in ihrer Arbeit getragen hat. So kam es zu einer „Türöffnung“.

Antwortspalm

Psalm 145,8–13


R: Ich will dich rühmen, mein Gott und König.


Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen
von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Den Menschen sollen sie
deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

2. Lesung

Offb 21,1–5a

Gottes Wohnen unter den Menschen

Ich, Johannes, sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron sass, sprach: Seht, ich mache alles neu.

Das neue Jerusalem

Der Verfassers arbeitet mit Bildern aus dem ersten Testament, füllt sie aber mit einem neuen Inhalt. Ein ideales Jerusalem galt den Propheten als Erfüllung des Sinaibundes, als messianische Hoffnung. Nun wird die mit der Auferstehung Christi angebrochene neue Gotteswelt dargestellt. Das neue Jerusalem ist eine neue Schöpfung, nicht Menschen–, sondern Gotteswerk. Dank Gottes einmaliger, unverdienter Initiative verwirklich sich der neue Bund als eine „Hochzeit“. Gottes „Wohnen“ unter den Menschen ist die Überwindung des Todes und des Bösen. (Frisque; Stuttgarter NT)

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. So spricht der Herr: Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Halleluja.

Evangelium

Joh 13,31–33a.34–35

Das neue Gebot

Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Das neue Gesetz

Nachdem Jesus den Jüngern die Füsse gewaschen hat, wird es im Abendmahlssaal „Nacht“. Jesus aber verkündet, göttliche Ruhe wahrend, dass in der Paschanacht Licht aufstrahlen werde. Die Stunde der Passion wird auch die Stunde der Verherrlichung von Vater und Sohn werden. Es ist die Stunde der rückhaltlosen Sohnesliebe, auf welche die Vaterliebe mit der Verherrlichung des Sohnes antwortet. „Herrlichkeit (kabod)“ ist die einzigartige und beeindruckende Erfahrung der Gegenwart Gottes. Christus ist ihr „Ort“. Die Liebe, wie sie der Vater schenkt, ist denn auch das Grundgesetz der Christen. Als heiliges, in die Tiefe Gottes verweisendes Erkennungszeichen hat diese Liebe sakramentalen Charakter und missionarische Kraft (V.35). Wenn die Glaubenden wie und wegen Christus einander lieben, wird auch durch sie etwas von dieser begeisternden „Herrlichkeit“ erfahrbar, doch erst noch nach der Art von Knospen im Frühling.

Fürbitten

Christus, du hast dein Leben für uns hingegeben. Wir bitten dich:

  • Für deine Kirche: Öffne ihrer Botschaft die Türen zu den Menschen unserer Zeit.
  • Für dein Volk: Erwecke ihm Berufe für den Dienst der Verkündigung und Seelsorge.
  • Für Kranke und Notleidende: Schenke ihnen die Liebe ihrer Brüder und Schwestern.
  • Für die Jugend: Stärke sie im Glauben, besonders beim Empfang der Firmung.
  • Für uns selber: Mache uns dankbar für Gottes Liebe.
  • Für unsere Verstorbenen: Nimm sie auf in die himmlischen Wohnungen.

Himmlischer Vater, du hast deinen Sohn verherrlicht und rufst auch uns in das Licht der Heiligen. Stärke uns auf dem Weg zu dir. So bitten wir, im Heiligen Geist durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, höre unser Gebet. Du hast uns im Sakrament das Brot des Himmels gegeben, damit wir an Leib und Seele gesunden. Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen und als neue Menschen leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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