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Gotteswort

19. Juni 2018


Dienstag der 11. Woche im Jahreskreis

An Auseinandersetzungen oder Spannungen fehlt es selten. Gut bestanden, können sie einen besseren Weg eröffnen. Sie können aber auch zu Ungerechtigkeit oder Feindschaft entarten und lebensbedrohlichen Charakter annehmen. Die erste Lesung zeigt, dass Gott über die Sünde eines Königs nicht hinwegsieht, nur weil er mächtig ist. Dieser kann aber Busse tun. Jesus lehrt heute, dass wir uns an Gott orientieren und seine Güte übernehmen sollen. Die ganze Bergpredigt Jesu baut auf dieser Überzeugung auf.

Hl. Romuald (g)

Abt, Ordensgründer

Romuald stammte aus gehobenen Verhältnissen. Er begann als Eremit ein Leben strengster Askese. Um ihn sammelten sich viele Schüler, für die er ein halb–eremitisches Klosterleben organisierte („Camaldulenser“). Zu seinen Bewunderern zählte der junge, vielversprechende Kaiser Otto III., der sich vermutlich eine bald zum Tod führende Ansteckung zuzog, als er in einer Einsiedelei, im sumpfigen Mündungsgebiet des Po, bei Romuald weilte.

Kyrie

Christus, du liebst uns Menschen. Herr, erbarme dich.
Du hast geboten, die Feinde zu lieben. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass wir vollkommen werden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Kön 21,17–29

Die Strafe folgt der Untat.

Als Nabot tot war, erging das Wort des Herrn an Elija aus Tischbe: Mach dich auf und geh Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria seinen Wohnsitz hat. Er ist zum Weinberg Nabots hinabgegangen, um von ihm Besitz zu ergreifen.

Sag ihm: So spricht der Herr: Durch einen Mord bist du Erbe geworden? Weiter sag ihm: So spricht der Herr: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, werden Hunde auch dein Blut lecken.

Ahab sagte zu Elija: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er erwiderte: Ich habe dich gefunden. Weil du dich hergabst, das zu tun, was dem Herrn missfällt, werde ich Unheil über dich bringen. Ich werde dein Geschlecht hinwegfegen und von Ahabs Geschlecht alles, was männlich ist, bis zum letzten Mann in Israel ausrotten. Weil du mich zum Zorn gereizt und Israel zur Sünde verführt hast, werde ich mit deinem Haus verfahren wie mit dem Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und mit dem Haus Baschas, des Sohnes Ahijas.

Und über Isebel verkündet der Herr: Die Hunde werden Isebel an der Mauer von Jesreel auffressen. Wer von der Familie Ahabs in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf dem freien Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.

Es gab in der Tat niemand, der sich wie Ahab hergab zu tun, was dem Herrn missfiel, da seine Frau Isebel ihn verführte. Sein Tun war überaus verwerflich; er lief den Götzen nach und folgte den Gebräuchen der Amoriter, die der Herr vor den Israeliten vertrieben hatte.

Als Ahab diese Drohungen hörte, zerriss er seine Kleider, trug ein Bussgewand auf dem blossen Leib, fastete, schlief im Bussgewand und ging bedrückt umher.

Da erging das Wort des Herrn an Elija aus Tischbe: Hast du gesehen, wie Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unglück nicht schon in seinen Tagen kommen lassen. Erst in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus bringen.
 

Die Intrige Isebels enthebt Ahab nicht seiner Verantwortung.

Der Prophet verurteilt im Namen Gottes König Ahab, weil er einen Bürger beraubt hat und ermorden liess. Der König tut Busse; aber die Ungerechtigkeit hat Folgen. – Auch heute gibt es im Verhältnis zu schwächeren Bürgern oder Ländern Strukturen des Bösen.

Antwortspalm

Psalm 51, 3–6a.11.16


R: Gott, sei mir gnädig und schenk mir deine Huld.


Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten,
meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden,
tilge all meine Frevel!
Befrei mich von Blutschuld,
Herr, du Gott meines Heiles,
dann wird meine Zunge jubeln
über deine Gerechtigkeit.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ein neues Gebot gebe ich euch: Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Halleluja.

Evangelium

Mt 5,43–48

Orientierung an Gott

Jesus sagte zu den Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüsst, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?

Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Aus „Feinden“ werden Freunde.

Jesus führt die Bergpredigt weiter. Er verkündet ein neues Gottesbild. Im ersten Testament konnte man lesen, dass Gott die Bösen hasst und dass die Israeliten sie vernichten müssen. Auch noch in der Gemeinderegel von Qumran steht, die Söhne der Finsternis seien zu hassen. Jesus aber verkündet ohne Einschränkung: Gott ist gut. Die Menschen sind alle Kinder Gottes und deswegen zu lieben. Wer sich an Gott orientiert, bleibt nicht in Halbheiten befangen. Er wird „vollkommen“. Nur wer gut ist zu den „Feinden“, kann sie zu Freunden machen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du hast uns Gott als liebenden Vater offenbart:

  • Hilf den Christen, die Liebe dieses Vaters irdischen Gütern vorzuziehen.
  • Wecke in unserem Land die Bereitschaft zur Solidarität mit schwächeren Völkern.
  • Steh allen bei, denen Mitmenschen das Leben schwer machen.
  • Erhalte uns selber die Bereitschaft zu Frieden und Versöhnung.

Gott, du übst Barmherzigkeit an den Menschen, die du erschaffen hast. Schenke uns, die wir schwach sind und sündigen, das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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