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Gotteswort

20. Juni 2019


Fronleichnam

Die Kirche begeht das Gedächtnis Jesu, wenn sie Eucharistie feiert. Wenn wir dabei das Brot brechen und den Kelch teilen, dürfen wir tief in die Gemeinschaft mit dem Ostergeheimnis eintreten, in das Lebensopfer Christi und seine Erhöhung zur Herrlichkeit des Vaters. Eine Wandlung, die unser Begreifen übersteigt!

Kyrie

Christus, du hast uns dein Gedächtnis aufgetragen. Herr, erbarme dich.
Du bist das lebendige Brot vom Himmel. Christus, erbarme dich.
Du hast in deinem Blut den neuen Bund gestiftet. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr Jesus Christus im wunderbaren Sakrament des Altares hast du uns das Gedächtnis deines Leidens und deiner Auferstehung hinterlassen. Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so zu verehren, dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird. Der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 14,18–20

Melchisedek

Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes.

Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat.

Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

Priester und König

Schon der Hebräerbrief (7,1–19) sieht in Melchisedek ein Vorausbild von Christus. Melchisedek ist in Jerusalem König (verantwortlich für das Wohl des Volkes) und Priester des Höchsten (im Tempel der Welt). Der königliche (Hirten-) Dienst und der priesterliche Dienst werden in Israel getrennt sein, aber in Christus wieder vereint werden. Von Melchisedek ist kein Stammbaum bekannt; so ist auch Christus von Gott selber als Mittler bestimmt. Melchisedek bringt dem Gast aus Menschenfreundlichkeit Brot und Wein. Hier kündigt sich das „heilige Gastmahl“ an, das Jesus, der Gekreuzigte und Auferstandene, als das neue Ostermahl stiften wird.

Antwortspalm

Psalm 110, 1–4


R: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.


So spricht der Herr zu meinem Herrn:
Setze dich mir zur Rechten
und ich lege dir deine Feinde
als Schemel unter die Füsse.

Vom Zion strecke der Herr
das Zepter deiner Macht aus:
«Herrsche inmitten deiner Feinde!»

Dein ist die Herrschaft am Tage deiner Macht
(wenn du erscheinst) in heiligem Schmuck;
ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern,
wie den Tau in der Frühe.

Der Herr hat geschworen und nie wird's ihn reuen:
«Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchisedeks.»

2. Lesung

1 Kor 11,23–26

Abendmahl

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.

Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Die Einsetzung der Eucharistie

Dieser Text ist der älteste Bericht über die Einsetzung der Eucharistie. Paulus überliefert, was er selber übernommen hat. Die Grundzüge dieser Feier, wie sie uns in dieser Gemeinden begegnet, werden überall und zu allen Zeiten beibehalten. Paulus unterstreicht die Gegenwart Christi, des erhöhten Herrn. Weiter setzt Paulus einen Akzent auf die Verkündigung der Lebenshingabe Jesu in seinem Tod. – In Korinth musste Paulus Stellung nehmen gegen Rücksichtslosigkeiten bei der Agapefeier. Man kann nicht sakramentale Gemeinschaft mit Christus halten wollen und gleichzeitig den „Leib des Herrn“ (besonders die Armen der Gemeinde) gering schätzen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Halleluja.

Evangelium

Lk 9,11b–17

Die Speisung der Fünftausend

Jesus redete zu den Leuten vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten.

Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf zu ihm und sagten: Schick die Menschen weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.

Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen. Es waren etwa fünftausend Männer.

Er erwiderte seinen Jüngern: Sagt ihnen, sie sollen sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig zusammensetzen. Die Jünger taten, was er ihnen sagte, und veranlassten, dass sich alle setzten.

Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.

Und alle assen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

Die Brotvermehrung

Kein Ereignis wird in den Evangelien so oft berichtet wie diese Speisung, wahrscheinlich weil der Bericht den Gemeinden hilft, die Eucharistiefeier zu verstehen. Lukas übergeht das markinische Motiv vom guten Hirten, der die Seinen im grünen Gras lagern lässt. Lukas unterstreicht, dass Jesus die vielen Leute mit ihren Nöten auf sich zukommen lässt, ihnen die Frohbotschaft verkündet und viele heilt. Er heisst die ratlosen Jünger, das Mahl vorzubereiten, obwohl dafür menschliche Überlegungen keine Chance sehen. Jesus, der sich um die vielen annimmt, lässt sie in überschaubaren Gruppen betreuen. Dann folgen Formulierungen, die direkt an die Eucharistiefeier denken lassen. Die Zwölf tun, was Jesus sagt (wie beim Abendmahl: „Tut dies…“). Die Jünger werden später der Eucharistiefeier vorstehen. Das (für die Endzeit verheissene) Mahl wird für Hilfebedüftige bereitet, nicht für die Satten. Dass „alle“ sich setzen dürfen, dass viele Reste übrig bleiben, weist auf die Grosszügigkeit Gottes hin. Dieses Mahl ist ihm zu verdanken. Die „zwölf Körbe“ beziehen sich vielleicht auf die Apostel. (vgl. perikopen.de)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast dein Leben hingegeben für das Leben der Welt:

  • Stille den Hunger der Menschen nach dem wahren Leben.
  • Führe die christlichen Konfessionen zur Einheit im Glauben und im Sakrament.
  • Lass die jungen Menschen verstehen, dass du vor der Tür stehst, klopfst und einlädst.
  • Stärke Kranke und Sterbende durch das Brot des Lebens.
  • Schenke deine Gnade dem Seelsorger und den Gläubigen dieses Ortes.
  • Wecke in uns selber die Ehrfurcht und das Verlangen nach deinem Sakrament.

Christus, du bist unser Herr und Bruder, du bist die Fülle des Lebens. Dafür sagen wir Dank, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr Jesus Christus, der Empfang deines Leibes und Blutes ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit. Sättige uns im ewigen Leben durch den vollen Genuss deiner Gottheit. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

 
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