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Gotteswort

21. April 2019


Hochfest der Auferstehung des Herrn – Ostersonntag

Theoretische Kenntnisse der Auferstehungslehre sind noch nicht die persönliche Begegnung mit dem vom Grabe Erstandenen. Dafür möchten wir die Augen des Glaubens geschenkt erhalten. Dann rührt eine persönliche Begegnung das Herz an, das heisst die Mitte der ganzen leib–seelischen Person. Diese Erfahrung will andern vermittelt werden.

Kyrie

Christus, du bist wahrhaft von den Toten erstanden. Herr, erbarme dich.
Du hast unseren Tod besiegt. Christus, erbarme dich.
Du hast uns das Tor zum ewigen Leben eröffnet. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, am heutigen Tag hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen. Darum begehen wir in Freude das Fest seiner Auferstehung. Schaffe uns neu durch deinen Geist, damit auch wir auferstehen und im Licht des Lebens wandeln. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 10,34a.37–43

Aus einer Petruspredigt

Da begann Petrus zu reden und sagte: Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben.

Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen: Das ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.

Aus einer Petruspredigt

In knappen Sätzen enthält diese Petrus–Predigt die Theologie der Urkirche über Jesus, seine Sendung, seinen Tod und seine Auferstehung. Er wurde auferweckt, um „Richter über die Lebenden und Toten“ zu sein (seine Sendung als „Menschensohn“!). In ihm nehmen die Gerechten Anteil am Reich Gottes, das, von Jesus angekündigt, mit seiner Auferstehung anbricht.

Antwortspalm

Psalm 118, 1–2.15–17.22–23


R: Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Lasst uns jubeln und seiner uns freuen!


Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.

Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!
Die Rechte des Herrn ist erhoben.
Ich werde nicht sterben, sondern leben,
um die Taten des Herrn zu verkünden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

2. Lesung

Kol 3,1–4

Mit Christus auferweckt

Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.

Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Verbunden mit dem lebendigen Christus

An den Auferstandenen glaubt, wer als Getaufter in tiefer Verbundenheit mit ihm lebt. Nun erklärt der Kolosserbrief kühn, dass Glaubende bereits als Auferstandene leben. Das von Jesus oft angekündigte Reich Gottes, beginnt mit ihm und seiner Auferstehung. Christen leben bereits in dieser neuen Wirklichkeit, d. h. in einem Leben, das „von oben“ kommt. Dieses können sie aber nicht augenfällig demonstrieren, weil die volle Offenbarung des neuen Lebens noch aussteht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Unser Paschalamm ist geopfert: Christus. So lasst uns das Festmahl feiern im Herrn. Halleluja.

Evangelium

Joh 20,1–9

Die Entdeckung des leeren Grabes

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.

Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.

Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweisstuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.

Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

Wie der Osterglaube erwacht

Der Osterbericht des Johannes setzt theologische Akzente, um das Geheimnis der Auferstehung zu deuten. Magdalena (Johannes spricht nur von dieser einen Frau), welche die Liebe Jesu erfahren hatte, ist als Erste am leeren Grab. Am ersten Wochentag (das ist der Tag des Herrn) ist sie „Apostolin der Apostel“. Zeugen sind auch Männer. Der morgendliche Wettlauf zeigt symbolisch, dass Petrus und Johannes, die Häupter von zwei theologischen Richtungen der Urkirche, eins sind im Auferstehungsglauben. Johannes, der Jünger, „den Jesus liebte“, kommt als erster zur Schau des Auferstandenen: Er „sah und glaubte“ (ohne Engelsbotschaft!). Die Vorrangstellung Petri wird anerkannt. Ferner wird die Vermutung eines Leichendiebstahls zurückgewiesen, denn Räuber hätten kaum alles geordnet hinterlassen. Schliesslich wird betont, dass die Jünger anfänglich die Schriften des Alten Testaments noch nicht verstanden. Der Osterglaube gründet nicht auf gelehrter Schriftkenntnis, sondern auf der Erscheinung des Auferstandenen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du Sieger über Sünde und Tod:

  • Lass die Botschaft von deiner Auferstehung zu allen Völkern gelangen.
  • Mache Bischöfe, Priester und Gläubige zu Zeugen deines neuen Lebens.
  • Schenke den Völkern der Erde den Geist der Versöhnung und des Friedens.
  • Zeige der jungen Generation, dass die Zukunft dir gehört.
  • Hilf uns, aus der Kraft des Glaubens und der Sakramente zu leben.
  • Lass unsere Verstorbenen mit dir glorreich auferstehen.

Gott, durch deinen gekreuzigten Sohn, der von den Toten erstanden ist, bitten wir um die österliche Freude und um die Hoffnung auf das neue Leben. Sei gepriesen, jetzt und in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast deiner Kirche durch die österlichen Geheimnisse neues Leben geschenkt Bewahre und beschütze uns in deiner Liebe und führe uns zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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