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Gotteswort

21. Juni 2018


Donnerstag der 11. Woche im Jahreskreis

Im ersten Testament wird Gott als verzehrendes Feuer gesehen. Nach einem ausserhalb der Evangelien überlieferten Wort hat Jesus erklärt: „Wer mir naht, naht sich dem Feuer.“ Auch ein Gottesmann wie Elija stand mit Feuereifer für Jahwe ein. Doch ein Feuerkopf wie Elija (und wie schon Mose) musste lernen, dass Gott nicht ein Scharfmacher ist. Erst recht wird uns Jesus selber Gott als liebenden Vater vorstellen, den wir heilig halten sollen, dem wir aber auch unsere Bitten vertrauensvoll eröffnen dürfen.

Hl. Aloisius Gonzaga (G)

Ordensmann

Aloisius Gonzaga erhielt die Erziehung eines Fürstensohnes, entschloss sich aber, jung und gegen den Willen des Vaters, auf Stellung und Erbe zu verzichten und Jesuit zu werden. Er zeichnete sich durch Frömmigkeit und Askese aus. Erst 23 Jahre alt starb er 1591, weil er sich bei der Pflege von Pestkranken mit der Seuche angesteckt hatte.

Kyrie

Christus, du lehrst uns beten. Herr, erbarme dich.
Du lehrst uns, gemeinsam den Vater zu ehren. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns, um alles zu bitten, was wir zum Leben brauchen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Spender aller Gnaden, mit deiner Hilfe hat der heilige Aloisius ein Leben der Unschuld und der Busse geführt. Höre auf seine Fürsprache und gib uns, auch wenn wir ihm in die Heiligkeit nicht gefolgt sind, durch Busse und Umkehr die Reinheit des Herzens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Sir 48,1–14

Grosse Propheten

Da stand ein Prophet auf wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen. Er entzog ihnen ihren Vorrat an Brot, durch sein Eifern verringerte er ihre Zahl. Auf Gottes Wort hin verschloss er den Himmel und dreimal liess er Feuer herniederfallen. Wie Ehrfurcht gebietend warst du, Elija, wer dir gleichkommt, kann sich rühmen.

Einen Verstorbenen hast du vom Tod erweckt, aus der Unterwelt, nach Gottes Willen. Könige hast du ins Grab geschickt, Vornehme von ihren Lagern hinweg. Am Sinai hast du Strafbefehle vernommen, am Horeb Urteile der Rache. Könige hast du gesalbt für die Vergeltung und einen Propheten als deinen Nachfolger

Du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, in Feuermassen himmelwärts. Von dir sagt die Schrift, du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden und Jakobs Stämme wieder aufzurichten. Wohl dem, der dich sieht und stirbt; denn auch er wird leben.

Elija ist im Wirbelsturm entschwunden, Elischa wurde mit seinem Geist erfüllt. Doppelt so viele Zeichen wirkte er, zu Wundern wurden alle Worte aus seinem Mund.

Solange er lebte, hat er vor niemand gezittert, kein Sterblicher hatte Macht über seinen Geist. Nichts war für ihn unerreichbar, noch im Grab zeigte sein Leichnam Prophetenkraft. In seinem Leben vollbrachte er Wunder und bei seinem Tod erstaunliche Taten.

Der feurige Prophet

Jesus selber hat sich manchmal auf den grossen Propheten Elija bezogen. Er und sein Schüler Elischa waren Protagonisten in der Geschichte ihres Volkes und blieben im Volk höchsten angesehen. Es hiess, Elija werde wiederkommen, um in Israel alles zum Bessern zu richten. – Die heutige Lesung ist eine legendenhafte Lobrede auf Elija. Er gilt als ein Prophet „wie Feuer“. Die Christen wissen, dass sich die Verheissung der Wiederkunft eines grossen Propheten in Jesus erfüllt hat. In ihm brannte ein Feuer; es ist das Feuer der Liebe und des Geistes, den er seiner Kirche sendet.

Antwortspalm

Psalm 97, 1–7


R: Ihr Gerechten, freut euch im Herrn.


Der Herr ist König! Die Erde frohlocke!
Freuen sollen sich die vielen Inseln!
Wolken und Dunkel rings um ihn her,
Gerechtigkeit und Recht die Stützen seine Throns.

Feuer läuft vor ihm her,
verzehrt seine Gegner ringsum.
Seine Blitze erhellen den Erdkreis,
die Erde sieht es und bebt.

Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn,
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.
Die Himmel künden seine Gerechtigkeit,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.

Zu Schanden werden alle, die Bildern dienen,
alle, die der Götzen sich rühmen.
Alle Götter werfen sich vor ihm nieder.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! Halleluja.

Evangelium

Mt 6,7–15

Jesus lehrt beten

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiss, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten:

Unser Vater im Himmel,
dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme
dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
Und erlass uns unsere Schulden,
wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern rette uns vor dem Bösen.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

So sollt ihr beten

Jesus führt die Bergpredigt weiter und lehrt uns beten. Gott ist „mysterium tremendum et fascinosum (ehrfurchtgebietendes und faszinierendes Geheimnis)“ (R. Otto). In unserem Gebet sollte sich zeigen, dass wir etwas von der Spannweite des göttlichen Geheimnisses ahnen. Soweit es in unseren Kräften liegt, werden wir in der Schule Christi den Sinn für die Heiligkeit Gottes pflegen, vor allem aber den Sinn für seine Väterlichkeit und seine Zuwendung zu uns. Unsere Alltagssorgen sind Gott nicht gleichgültig.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in deinem Geist rufen wir zum Vater:

  • Erneuere in den Getauften den Sinn für die Gnade der Kindschaft.
  • Lehre die Völker, nach deinem Willen zu leben, der zum Frieden führt.
  • Hilf allen Menschen, ihr tägliches Brot zu verdienen.
  • Verzeihe uns und allen Sündern unsere Schuld.

Gott, du hast uns Menschen erschaffen, übe Barmherzigkeit mit uns, die wir uns verfehlen, und schenke uns das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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