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Gotteswort

21. November 2018


Mittwoch der 33. Woche im Jahreskreis

Eine grosse Vision findet sich in der ersten Lesung; doch ist der Hintergrund konkret: Die Huldigung „Herr und Gott“ gilt nur Gott, nie dem irdischen Kaiser. Das Evangelium ruft Menschen, die Grosses erwarten, zum sachgemässen Umgang mit dem ihnen anvertrauten Gut.

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem (G)

Unsere Liebe Frau von Jerusalem: Dieser Gedenktag erinnerte anfänglich an die Weihe der in der Nähe des jüdischen Tempels gelegenen "neuen Marienkirche" am 21. Nov. 543. – Später erinnert der Tag an den legendarischen Tempelgang der jungen Maria apokryphes „Protoevangelium des Jakobus“: „Mariä Opferung“). – Das Fest ist in Konstantinopel im 8. Jh. bezeugt, im Abendland im 11. Jh. Sixtus IV. schreibt es 1472 allgemein vor. – Wir ehren heute Maria als den vom Heiligen Geist geschaffenen Tempel des Wortes Gottes.

Kyrie

Christus, du allein bist der Heilige. Herr, erbarme dich.
Du allein bist der Herr. Christus, erbarme dich.
Du allein bist der Höchste. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, wir gedenken am heutigen Tag der seligen Jungfrau Maria, die du mit der Fülle deiner Gnade beschenkt hast. Höre auf ihre Fürsprache und lass auch uns am Reichtum deiner Gnade teilhaben, damit wir mit ganzer Hingabe und frohem Vertrauen vor dir leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Offb 4,1–11

Die Huldigung vor Gottes Thron

Ich, Johannes, hatte eine Vision, und ich sah:: Eine Tür war geöffnet am Himmel; und die Stimme, die vorher zu mir gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: Komm herauf und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.

Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron sass einer, der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah. Und rings um den Thron standen vierundzwanzig Throne und auf den Thronen sassen vierundzwanzig Älteste in weissen Gewändern und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt.

Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes.

Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte, rings um den Thron, waren vier Lebewesen voller Augen, vorn und hinten.

Das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite einem Stier, das dritte sah aus wie ein Mensch, das vierte glich einem fliegenden Adler.

Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs Flügel, aussen und innen voller Augen. Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht, und rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung; er war und er ist und er kommt.

Und wenn die Lebewesen dem, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt, Herrlichkeit und Ehre und Dank erweisen, dann werfen sich die vierundzwanzig Ältesten vor dem, der auf dem Thron sitzt, nieder und beten ihn an, der in alle Ewigkeit lebt. Und sie legen ihre goldenen Kränze vor seinem Thron nieder und sprechen: Würdig bist du, unser Herr und Gott, Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht. Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, durch deinen Willen war sie und wurde sie erschaffen.

Liturgie des Kosmos

Die Vision einer himmlisch–irdischen Liturgie enhält viele Anklänge an das Alte Testament sowie an die jüdische Esoterik und Mystik, bringt aber vor allem die Transzendenz Gottes zum Ausdruck. Vor dem Thron Gottes wird eine Liturgie der ganzen Schöpfung („vier Wesen“) und der Erwählten Gottes (die „Ältesten“) gefeiert. – Kaiser Domitian hatte sich diese Akklamation „Herr und Gott“ angemasst.

Antwortspalm

Psalm 150


R: Heilig, Heilig, heilig ist der Herr, der Herrscher des Alls.


Lobt Gott in seinem Heiligtum,
lobt ihn in seiner mächtigen Feste
Lobt ihn für seine grossen Taten,
lobt ihn in seiner gewaltigen Grösse!

Lobt ihn mit dem Schall der Hörner,
lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt ihn mit Pauken und Tanz,
lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!

Lobt ihn mit hellen Zimbeln,
lobt ihn mit klingenden Zimbeln!
Alles, was atmet,
lobe den Herrn!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich habe euch erwählt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Halleluja.

Evangelium

Lk 19,11–28

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war, meinten die Menschen, die von all dem hörten, das Reich Gottes werde sofort erscheinen.

Daher erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis. Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die Königswürde zu erlangen und dann zurückzukehren. Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie Geld im Wert von zehn Minen und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme.

Da ihn aber die Einwohner seines Landes hassten, schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm her und liessen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser König wird. Dennoch wurde er als König eingesetzt.

Nach seiner Rückkehr liess er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn jeder bei seinen Geschäften erzielt hatte.

Der erste kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine zehn Minen erwirtschaftet. Da sagte der König zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten zuverlässig warst, sollst du Herr über zehn Städte werden.

Der zweite kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine fünf Minen erwirtschaftet. Zu ihm sagte der König: Du sollst über fünf Städte herrschen.

Nun kam ein anderer und sagte: Herr, hier hast du dein Geld zurück. Ich habe es in ein Tuch eingebunden und aufbewahrt; denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.

Der König antwortete: Aufgrund deiner eigenen Worte spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin? Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei der Rückkehr mit Zinsen abheben können.

Und zu den anderen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die zehn Minen hat. Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn. (Da erwiderte er:) Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde – bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!

Nach dieser Rede zog Jesus weiter und ging nach Jerusalem hinauf.

Sich engagieren

Lukas führt das Gleichnis von den Talenten mit einem Satz über die Nähe eines von den Leuten erwarteten Grossereignisses ein. Jesus war „schon nahe bei Jerusalem“ und das Osterfest war nahe. Auch am Schluss des Abschnitts spricht Lukas vom Weg nach Jerusalem. – Was wird dort an Ostern in geschehen? Jesus mahnt mit einem Gleichnis zum Realismus. Niemand soll die Hände in den Schoss legen und abwarten, bis etwas passiert. Niemand darf Wunschträumen nachhängen und darob in der Praxis einfach pausieren. Über den dritten Diener urteilt Jesus streng. Dieser Mann will an nichts schuld sein. Aber er engagiert sich nicht, er zeigt keinen Einsatz für seinen Herrn. Solche Leute passen nicht zu Jesus.

Fürbitten

Christus, du wünscht, dass wir dir einst nicht mit leeren Händen begegnen:

  • Hilf allen Gläubigen, die anvertrauten Talente gut einzusetzen.
  • Verzeihe den Verfolgern der Kirche, gib Starkmut den Verfolgten.
  • Stärke das Verantwortungsgefühl der Sozialpartner für das allgemeine Wohl.
  • Führe uns und unsere Verstorbenen in das ewige Licht.

Herr, unser Gott, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, in dieser Feier zu Ehren der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria haben wir das heilbringende Sakrament empfangen. Höre auf ihre Fürsprache und führe uns mit ihr und allen Heiligen zur Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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