Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

22. Juni 2018


Freitag der 11. Woche im Jahreskreis

Das Evangelium mahnt zur Klarsicht, zur Wahrnehmung echter und bleibender Werte. Die erste Lesung berichtet, wie ein Träger der an David ergangenen Verheissungen unerwartet ans Licht der Öffentlichkeit kommt.

Hl. Paulinus (g)

Bischof von Nola

Paulinus von Nola stammte aus vornehmer christlicher Familie in Bordeaux, erhielt eine gute geistliche und weltliche Bildung, übernahm höchste Staatsämter und gründete eine Familie. Nach seiner Taufe lebten er und seine Frau Theresia ein mönchisches Leben. Er wurde Priester und dann Bischof in Süditalien. Sein Vorbild erregte Bewunderung. Er war wohltätig, pflegte die Gastfreundschaft und hielt auch literarischen Kontakt (33 Gedichte sind erhalten) mit Geistesmännern seiner Zeit. + 431.

Hl. John Fischer (g)

Bischof von Rochester

John Fisher studierte in Canterbury, wurde Bischof von Rochester und zeichnete sich aus durch einfache Lebensweise, durch eifrige Hirtensorge und durch seine schriftstellerische Tätigkeit.

Hl. Thomas Morus (g)

Lordkanzler, Märtyrer

Thomas Morus studierte in Oxford, gründete eine Familie und wurde Kanzler des Königs. Er zeichnete sich aus durch sein Familienleben, das auch von Heiterkeit geprägt war, und durch politische und religiöse Schriften.
Fisher und Morus weigerten sich, die Ehescheidung Heinrich VIII. zu anzuerkennen und wurden 1535 hingerichtet.

Kyrie

Christus, du bist das Licht des Lebens. Herr, erbarme dich.
Du bist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Christus, erbarme dich.
Du zeigst uns einen unvergänglichen Reichtum. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger und barmherziger Gott, deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg. Lass nicht zu, dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern, deinem Sohn entgegenzugehen. Führe uns durch dein Wort und deine Gnade zur Gemeinschaft mit ihm, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Kön 11,1–4.9–18.20

Atalja

Als Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, ging sie daran, die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie auszurotten.

Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, aus dem Kreis der Königssöhne, die ermordet werden sollten, weg und brachte ihn heimlich mit seiner Amme in die Bettenkammer. Dort versteckte sie ihn vor Atalja, sodass er nicht getötet wurde. Er blieb sechs Jahre bei ihr im Haus des Herrn verborgen, während Atalja das Land regierte.

Im siebten Jahr bestellte der Priester Jojada die Hundertschaftsführer der Karer und Läufer zu sich. Er führte sie in das Haus des Herrn, schloss mit ihnen ein Abkommen, liess sie im Haus des Herrn schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs.

Die Führer der Hundertschaften befolgten alle Weisungen des Priesters Jojada. Jeder holte seine Leute, sowohl jene, die am Sabbat aufzogen, als auch jene, die am Sabbat abzogen. Sie kamen zum Priester Jojada und dieser gab den Anführern der Hundertschaften die Lanzen und Schilde, die dem König David gehört hatten und sich jetzt im Haus des Herrn befanden. Die Läufer stellten sich mit der Waffe in der Hand von der Südseite des Tempels bis zur Nordseite vor dem Altar und dem Tempel rings um den König auf.

Dann führte Jojada den Königssohn heraus und überreichte ihm den Stirnreif und das Königsgesetz. So machten sie ihn zum König, salbten ihn, klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König!

Als Atalja das Geschrei des Volkes hörte, kam sie zu den Leuten in das Haus des Herrn. Da sah sie den König am gewohnten Platz bei der Säule stehen; die Obersten und die Trompeter waren bei ihm und alle Bürger des Landes waren voller Freude und bliesen die Trompeten. Atalja zerriss ihre Kleider und schrie: Verrat, Verrat!

Doch der Priester Jojada befahl den Hundertschaftsführern, die das Kommando über die Truppen hatten: Führt sie durch die Reihen hinaus und schlagt jeden mit dem Schwert nieder, der ihr folgen will; denn – so sagte der Priester – sie soll nicht im Haus des Herrn getötet werden.

Da legte man Hand an sie, und als sie an den Weg kam, auf dem man die Pferde zum Palast des Königs führt, wurde sie dort getötet.
Jojada schloss nun den Bund des Herrn mit König und Volk. Sie versprachen, dass sie das Volk des Herrn sein wollten. Auch König und Volk liess er einen Bund schliessen.

Darauf zogen alle Bürger des Landes zum Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zertrümmerten seine Altäre und Bilder vollständig und erschlugen den Baalspriester Mattan vor den Altären. Auch stellte Jojada Posten vor das Haus des Herrn.

Alle Bürger des Landes waren voll Freude und die Stadt blieb ruhig. Atalja aber hatte man vor dem Palast des Königs mit dem Schwert umgebracht.

Vorchristliche Praktiken

Gegen die gewalttätige Königinmutter Atalja greifen jahwetreue Kräfte ebenfalls zur Gewalt. Der Zweck heiligt aber die Mittel nicht, am wenigstens Gewalt und Mord. Wenn hier das Bibelwort noch kaum das ABC der christlichen Ethik erreicht, so kann Gott doch auch auf krummen Zeilen gerade schreiben. Das Bibelwort ist hier als ein Wort zu nehmen, das für Menschen einer noch rohen Vergangenheit verständlich ist. Dass ein Davidspross unter dem Schutz der Priester und des Tempels gerettet wird, hat für die jahwetreuen Kräfte Priorität.

Antwortspalm

Psalm 132,11–14.17–18


R: Der Herr hat Zion erwählt, ihn zum Wohnsitz erkoren.


Der Herr hat David geschworen,
einen Eid, den er niemals brechen wird:
«Einen Spross aus deinem Geschlecht
will ich setzen auf deinen Thron.

Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren,
mein Zeugnis, das ich sie lehre,
dann sollen auch ihre Söhne
auf deinem Thron sitzen für immer.»

Denn der Herr hat den Zion erwählt,
ihn zu seinem Wohnsitz erkoren:
«Das ist für immer der Ort meiner Ruhe;
hier will ich wohnen, ich hab ihn erkoren.

Dort lasse ich Davids Macht erstarken
und stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf.
Ich bedecke seine Feinde mit Schande;
doch auf ihm erglänzt seine Krone.»

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

Evangelium

Mt 6,19–23

Von der falschen und der richtigen Sicht

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie gross muss dann die Finsternis sein!

In Verbundenheit mit Gott

Die Werte der neuen „Gerechtigkeit“ findet der Jünger Jesu „im Himmel“, das heisst in der Gemeinschaft mit Gott; er allein kann die Sehnsucht des Menschen erfüllen. – Ein Auge, das gesund ist (haplous, ungetrübt, nicht nach verschiedenen Richtungen schielend), vermag im Licht Gottes den rechten Weg zu gehen, ohne Schaden zu nehmen.

Fürbitten

Christus, du bist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Wir bitten dich:

  • Für das christliche Volk: Zeige ihm, wie mit irdischen Gütern umzugehen ist.
  • Für die Behörden: Öffne ihre Augen für versteckte Not oder verdeckte Ungerechtigkeit.
  • Für die jungen Menschen: Mache sie klarsichtig und kritisch gegen falsche Propheten.
  • Für uns selber: Mache uns einsichtig für den Wert des beschaulichen Lebens.

Christus, Sonne der Gerechtigkeit, führe uns durch das Dunkel der Zeit bis zum Ziel unseres Weges, zum ewigen Licht, in dem du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, das heilige Mahl ist ein sichtbares Zeichen, dass deine Gläubigen in dir eins sind. Lass diese Feier wirksam werden für die Einheit der Kirche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren