Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

23. Juni 2019


12. Sonntag im Jahreskreis

Was erwarten wir? Was können wir uns vorstellen? Was beschäftigt uns? Wenn das Fragen nur um uns selber kreist, sind gültige Antworten kaum möglich. Die richtigen Perspektiven können sich uns auftun, wenn wir auf Gottes Wort hören. Wir dürfen auf Christus Jesus blicken, ihm folgen und so unsern Weg gehen. Wir werden dann auch Augen haben für andere, die unterwegs sind, besonders für Menschen in Not.

Kyrie

Herr Jesus Christus, du bist der Messias Gottes. Herr, erbarme dich.
Du bist der Menschensohn. Christus, erbarme dich.
Du hast für uns gelitten und bist verherrlicht worden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Heiliger Gott, gib, dass wir deinen Namen allezeit fürchten und lieben. Denn du entziehst keinem deine väterliche Hand, der fest in deiner Liebe verwurzelt ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Sach 12,10–11; 13,1

Ein Durchbohrter – eine Quelle von Heil

Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den Geist des Mitleids und des Gebets ausgiessen. Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie man um den einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint. An jenem Tag wird die Totenklage in Jerusalem so laut sein wie die Klage um Hadad–Rimmon in der Ebene von Megiddo.

An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner Jerusalems eine Quelle fliessen zur Reinigung von Sünde und Unreinheit.

Ein neues Bild des Messias

In Israel erwartete man den Messias als einen heldenhaften Volksbefreier. Beim Propheten Sacharja findet sich aber das Bild eines „durchbohrten“ Messias. Er ist ein Erstgeborener, um den geweint wird. In einem neuen, von Gott geschenkten Geist, werden die Israeliten ihren Messias mit neuen Augen sehen. – Die Christen verstehen diese Prophezeiung von Jesus. Von ihm lernen sie auch den Geist des Mitleidens mit andern.

Antwortspalm

Psalm 63,2–6.8–9


R: Meine Seele dürstet nach dir, Herr, du mein Gott.


Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.
meine Seele hängt an dir,
deine rechte Hand hält mich fest.

2. Lesung

Gal 3,26–29

Glaube und Gottessohnschaft

Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus. Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheissung.

Verbundenheit mit Christus

Paulus erklärt den Galatern, dass sie nicht ängstlich fragen müssen, welche religiösen Praktiken sie zu beobachten haben. Notig ist einzig eine tiefe Verbundenheit mit Christus. Dann erkennt Gott in uns seine Kinder; wir sind die Erben Abrahams und sind in Christus auch miteinander tief verbunden.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich habe euch Freunde genannt, denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Halleluja.

Evangelium

Lk 9,18–24

Messiasbekenntnis – Leiden und Auferstehung – Nachfolge

Jesus betete einmal in der Einsamkeit, und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen.

Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.

Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

Der Messias – das österliche Geheimnis – die Nachfolge

Jesus betet (wie in andern Entscheidungsstunden) in der Einsamkeit. Hier sind die Jünger mit anwesend. Jesus fragt, nach den gängigen Ansichten über ihn. Unter dem Eindruck früherer Taten Jesu (Brotvermehrung) und wohl des im Gebet innig mit dem Vater verbundenen Jesus bekennt ihn Petrus als „Messias“. Seit Jahrhunderten gibt es in Israel keine Salbungen mehr, aber alle wissen, dass Könige, Priester und Propheten gesalbt wurden. Lukas fügt hinzu: Messias „Gottes“, um die Verwechslung mit anderen „Messianismen“ (es gibt sie auch heute!) zu vermeiden. So betont das Bekenntnis des Petrus die unüberbietbare Nähe Jesu zu seinem Vater. – Jesus kündet jetzt offen Leiden und Auferstehung des „Menschensohnes“ an; diesen hatte Daniel als himmlisch–irdische Gestalt dargestellt. – Für Jesus ist das Leiden des Messias ein „Muss“ Gottes (ohne Verantwortung von Menschen auszuschliessen). Weil das noch nicht verstanden wird, gebietet Jesus Schweigen. Wer aber zu Jesus gehören will, muss auch in die Passionsgemeinschaft mit ihm eintreten. Nach Ostern werden die Jünger (Paulus!) den Messias als den gekreuzigten Messias und Herrn verkünden. Damit ist den „Christen“ der Weg aufgezeigt.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du bist für uns gestorben und auferstanden. Wir bitten dich:

  • Für die ganze Christenheit: Führe alle Getauften zur vollen Einheit.
  • Für die Gemeinschaft der Kirche: Bestärke sie im Geist geschwisterlicher Verbundenheit.
  • Für alle Söhne Abrahams: Stifte Frieden zwischen Juden, Christen und Muslimen,
  • Für die Asylsuchenden und Fremden: Lass sie Hilfe und Beistand finden.
  • Für unsere Verwandten, Freunde und Wohltäter: Festige sie in der Geduld und Freude.
  • Für uns selber: Schenke uns den Geist des Mitfühlens und Mitleidens mit andern.

Heiliger Gott, du hast uns eingeladen, auf deine Vatergüte zu vertrauen. Höre auf unser Gebet und erhöre uns in jeder Not. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du hast uns durch den Leib und das Blut Christi gestärkt. Gib, dass wir niemals verlieren, was wir in jeder Feier der Eucharistie empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren