Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

23. November 2018


Freitag der 33. Woche im Jahreskreis

Das Evangelium spricht heute von einer Reinigung, die Lesung von süss und bitter. Im Leben der Kirche und im Leben der Getauften ist immer wieder eine Reinigung nötig. So segenbringend sie für die Lebensqualität ist, geht die Läuterung nicht ohne Bitterkeit ab, weil wir in der Jetztzeit leben, nicht im Paradies.

Hl. Kolumban (g)

Abt von Luxeuil und von Bobio, Glaubensbote im Frankreich

Kolumban wurde in irischen Klöstern ausgebildet, wirkte dort als Lehrer und gründete selber Klöster. Fast 50 Jahre alt kam er 591 mit zwölf Gefährten auf das Festland, wo er das Möchtum erneuern wollte. Er legte Wert auf Disziplin und strenge Askese, auf biblisch–theologisches Wissen, auf handwerkliche, landwirtschaftliche, künstlerische und rhetorische Kenntnisse. Als Abt von Luxeuil hatte er eine grosse Ausstrahlung. Weil er das Osterdatum nach der keltischen Methode berechnete und weil er dem König moralische Verfehlungen vorgeworfen hatte, musste er Burgund nach etwa 20 Jahren verlassen. Kolumban wandte sich nun der Mission im Oberrheingebiet um Freiburg zu, dann in Richtung Bodensee nach Bregenz und nach Tuggen am Oberen Zürchersee. Hier von Einheimischen vertrieben, ging er über die Alpen nach Oberitalien, wo er 612 in einem Bergtal das Kloster Bobbio gründete. + 615.

Hl. Klemens I. (g)

Papst, Märtyrer

Klemens gehört zu den frühesten Bischöfen von Rom; nach Irenäus war er der dritte nach den Aposteln und hatte sie noch gekannt. Nach anderer Überlieferung wurde er noch von Petrus geweiht. Unter seinem Namen wird der weitgehend vom Alten Testament geprägte, in vielen Gemeinden gelesene Brief der Kirche von Rom an die Kirche von Korinth aufbewahrt. Dort war eine Empörung jüngerer Leute gegen die Presbyter ausgebrochen. Die römische Kirche mahnt mit der ihr eigenen Autorität (sie erinnert an das Martyrium der Apostel!) zu Frieden. Sie entschuldigt eine eingetretene Verzögerung mit der Verfolgung (um 96), der sie selber ausgesetzt war.

Kyrie

Christus, du bist das Lamm Gottes. Herr, erbarme dich.
Du bist der Tempel Gottes. Christus, erbarme dich.
Du bist der Lehrer des Lebens. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, erleuchte deine Gläubigen und mach ihre Herzen hell durch den Glanz deiner Gnade. Gib, dass wir in diesem Licht Christus als unseren Erlöser allezeit erkennen und ihn wahrhaft aufnehmen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Offb 10,8–11

Das kleine Buch

Die Stimme aus dem Himmel, die ich gehört hatte, sprach noch einmal zu mir: Geh, nimm das Buch, das der Engel, der auf dem Meer und auf dem Land steht, aufgeschlagen in der Hand hält.

Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben. Er sagte zu mir: Nimm und iss es! In deinem Magen wird es bitter sein, in deinem Mund aber süss wie Honig.

Da nahm ich das kleine Buch aus der Hand des Engels und ass es. In meinem Mund war es süss wie Honig. Als ich es aber gegessen hatte, wurde mein Magen bitter.

Und mir wurde gesagt: Du musst noch einmal weissagen über viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen.

Vision des kleinen Buches

Zwischen Visionen bzw. Botschaften, die unter Posaunenschall ergehen, findet sich die Vision über das kleine Buch, das der Seher, ähnlich wie Ezechiel „verschlingen“, also sich assimilieren soll. Das Buch ist zwar „klein“, enthält aber den Kern des „Geheimnisses Gottes“ (10,7). Nur in dieser Weise wird der Seher das gegenwärtige und künftige Wirken Gottes schauen dürfen. So „süss“ es selber ist, kündet es doch das Gericht an und behebt nicht die Bitterkeit von Leiden des Sehers oder der Kirche.

Antwortspalm

Psalm 119,14.24.72.103.111.131


R: Herr, wie köstlich ist meinem Gaumen deine Verheissung.


Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als grosser Besitz.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
mehr als grosse Mengen von Gold und Silber.
Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheissung,
süsser als Honig für meinen Mund.

Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil;
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab ich Verlangen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. Halleluja.

Evangelium

Lk 19.45–48

Die Tempelreinigung

Jesus ging er in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.

Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten jedoch nicht, wie sie es machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihn gern.

Die Tempelreinigung

Lukas setzt in seinem Bericht über die Tempelreinigung besondere Akzente:
1. Mit zwei Prophetenworten kritisiert Jesus scharf die Gottesdienstpraxis, besonders die Kommerzialisierung des „Tempels“. Dabei hat Lukas mehr das Gebetsleben des neuen Gottesvolkes im Auge als den beim Untergang Jerusalems zerstörten Tempel.
2. Jesus „lehrt“ im Tempel und das Volk nimmt sein Wort gern auf. Damit kommt das irdische Leben Jesu an ein wichtiges Ziel. So wird ein neuer Tempel des Wortes Gottes aufgebaut.

Fürbitten

Christus, du hast uns die Lauterkeit des Betens gelehrt. Wir bitten:

  • Läutere das Herz und das Beten deiner Gläubigen.
  • Mache alle Dienste im Gotteshaus zu einer Quelle von Segen.
  • Wecke im Gottesdienst unsern Sinn für die tätige Nächstenliebe.
  • Führe uns und unsere Verstorbenen in das himmlische Heiligtum.

Vater im Himmel, hilf deiner Kirche auf die Fürsprache Marias im Glauben zu wachsen. Im Heiligen Geist, durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du schenkst uns Anteil an deinem Sakrament. Gib, dass wir das heilige Brot nicht nur mit dem Mund empfangen, sondern ganz von seiner Kraft durchdrungen werden, so dass wir wahrhaft aus deiner Gnade leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren