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Gotteswort

27. November 2018


Dienstag der 34. Woche im Jahreskreis

Zum Leben gehören das Wachsen, das Reifen und die Ernte. Leben und Welt sind vergänglich und tragen doch eine Hoffnung in sich. Wer das Abschiednehmen und Vergehen überdenkt, ist nicht lebensfeindlich eingestellt. Diese Motive sind in den heutigen Lesungen zu finden.

Kyrie

Christus, Meister und Heiland. Herr, erbarme dich.
Herr der Ernte. Christus, erbarme dich.
Menschensohn und Gottessohn. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, erwecke deine Gläubigen zu neuem Eifer, damit das Werk deines Erbarmens in unserem Leben reiche Frucht trägt und wir einst die Fülle des Heils empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Offb 14,14–19

Die Stunde der Ernte

Ich Johannes sah eine weisse Wolke. Auf der Wolke thronte einer, der wie ein Menschensohn aussah. Er trug einen goldenen Kranz auf dem Haupt und eine scharfe Sichel in der Hand.

Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke sass, mit lauter Stimme zu: Schick deine Sichel aus und ernte! Denn die Zeit zu ernten ist gekommen: Die Frucht der Erde ist reif geworden. Und der, der auf der Wolke sass, schleuderte seine Sichel über die Erde und die Erde wurde abgeerntet.

Und ein anderer Engel trat aus dem himmlischen Tempel. Auch er hatte eine scharfe Sichel.

Vom Altar her kam noch ein anderer Engel, der die Macht über das Feuer hatte. Dem, der die scharfe Sichel trug, rief er mit lauter Stimme zu: Schick deine scharfe Sichel aus und ernte die Trauben vom Weinstock der Erde! Seine Beeren sind reif geworden.

Da schleuderte der Engel seine Sichel auf die Erde, erntete den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die grosse Kelter des Zornes Gottes. Die Kelter wurde draussen vor der Stadt getreten und Blut strömte aus der Kelter.

Zeit der Ernte

Diese Lesung spricht visionär von Getreideernte und Weinlese. Dazu gehören die mühsame Arbeit mit der Sichel, das zeitaufwändige Traubenlesen und Keltern. Die Ernte der Erde ist reif. „Ernte“ bedeutet in der Bibel und im Mund Christi das „Gericht“, also die schmerzliche Scheidung von Spreu und Weizen oder von Trauben und Saft, die aber Leben und Freude stiften. Hier ist also ein Optimismus zu spüren, ja der österliche Glauben, dass das Gericht des Kreuzes zu neuem Leben und neuer Freude führt.

Antwortspalm

Psalm 96,10–13b


R: Der Herr kommt, die Erde zu richten.


Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Den Erdkreis hat er gegründet, sodass er nicht wankt.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.
Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes.

Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht
und die Nationen nach seiner Treue.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja, Halleluja. So spricht Er, der Erste und Letzte: Sei treu bis in den Tod; dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben. HalleluJa.

Evangelium

Lk 21,5–11

Aus der Rede über die Endzeit

Als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:

Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.

Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt?

Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!

Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.

Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

Endzeit

Lebenszeit und Weltzeit werden unausweichlich auslaufen, ob in grossen Katastrophen oder kleinen Krisen. Jesus sagt einerseits voraus, dass alles, dass sogar der Tempel vergeht. Für die Zeitgenossen eine unerträgliche Vorstellung, vergleichbar dem Gedanken an ein katastrophales Weltende. Jesus warnt vor falschen Reacktionen, weckt gleichzeitig Vertrauen und lehrt Gelassenheit. Warum kann der Evangelist angesichts schwerster Prüfungen weiter zu dieser Gelassenheit ermutigen? Nicht Fatalismus bringt ihn dazu, sondern der Osterglaube. (Frisque).

Fürbitten

Christus, du bist der Herr der Ernte:

  • Schicke Arbeiter in deinen Weinberg, denn die Ernte ist gross.
  • Hilf den Behörden, dem Volk verantwortungsbewusst zu dienen.
  • Schenke allen Mut, die unter Prüfungen und Krisen leiden.
  • Nimm unsere Verstorbenen auf in den Frieden der ewigen Heimat.

Ewiger Gott, die Welt trägt die Zeichen der Vergänglichkeit. Du aber führst uns auf dem Weg zur ewigen Heimat. Durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in dieser Feier hast du uns Anteil an deinem göttlichen Leben geschenkt. Lass uns niemals von dir getrennt werden, sondern bewahre uns in deiner Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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