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Sonntagsgedanke - 24. Februar 2019

Habt keine Angst!

In diesen Stunden findet in Rom die als «Anti-Missbrauchsgipfel» bezeichnete Versammlung von Bischöfen aus der ganzen Welt statt. Da und dort nimmt man Verunsicherung und Verwirrung wahr – nicht zuletzt unter Priestern. Einzelne haben gar Angst, Teil eines «Systems» zu sein, in welchem sie Gefahr laufen, selbst zu Tätern zu werden.

In diesem Zusammenhang kam mir das «Fünfpunkte-Programm» des Jesuiten Louis Lallemant in den Sinn. Es soll dem Menschen helfen, auf die Führung des Heiligen Geistes zu vertrauen und sich selber Schritt für Schritt dieser Führung zu überlassen. Wer diesen Weg geht – ob Priester oder nicht – braucht keine Angst zu haben. Er darf vielmehr wissen und erfahren: Gott ist da!

Nennen wir also am heutigen Sonntag diese Punkte und versuchen wir, sie zu leben:
1. Schau, dass du im «Stand der Gnade» bist. Das heisst, wenn du dir eine Sünde bewusst bist, geht sie beichten. Überhaupt ist es gut, das Sakrament der Versöhnung in regelmässigen Abständen zu empfangen.
2. Versuche, dem Glaubenslicht, das dir geschenkt wurde, treu zu bleiben. Nähre deinen Glauben durch gute Lektüre, nicht zuletzt gute Lebensbeschreibungen von Heiligen.
3. Bemühe dich, Sünden und Fehler, welcher du dir bewusst bist, stetig, in kleinen Schritten zurückzuschneiden. Nach den Worten von Louis Lallemant sind sie wie «Nebelschwaden», die den Blick auf Gott verhüllen. Welche Freude, wenn sie langsam schwinden und das Licht der wahren Sonne immer mehr durchbricht.
4. Wenn du mal zu einer gewissen Innerlichkeit (z. B. im Gebet) gefunden hast, trage Sorge dazu! Versuche, immer wieder zu ihr zurückzukehren durch Tage der Ruhe und der Einkehr, durch Rückzug in die Stille und Einsamkeit.
5. Und schliesslich: Eröffne den Grund deines Herzens einem verständigen (und das heisst: im Glauben etwas fortgeschrittenen) Menschen. Mache ihn gleichsam zu deinem geistlichen Vater oder zu deiner geistlichen Mutter. Vor solcher Aufrichtigkeit und Demut flieht das Böse.

Allen einen gesegneten Sonntag!
P. Daniel Emmenegger | 23.02.2019

 
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